01.07.2015 | Ausgabe 7/2015

Editorial

Er wird geliebt oder gehasst, doch egal wie man persönlich dazu stehen mag, eines kann man dem Eurovision Song Contest nicht absprechen: er ist eines der am aufwendigsten produzierten TV-Ereignisse weltweit und setzt damit stets Zeichen. Auch der diesjährige ESC in der Wiener Stadthalle war keine Ausnahme und der Sängerwettstreit wurde sogar als längster jährlicher Musikwettbewerb mit einem Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde geehrt. Mehr zur technischen Ausstattung der Veranstaltung können Sie übrigens in der kommenden Ausgabe 8/9 in einem detaillierten Produktionsbericht nachlesen.

Rekordverdächtig waren auch die Zuschauerzahlen des Events, das in seinem 60. Jubiläumsjahr nach Angaben der EBU fast 200 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme lockte. Die Anzahl derer, die den ESC im TV oder online mitverfolgen, wächst damit von Jahr zu Jahr, ebenso wie allgemein die Nachfrage der Zuschauer nach hochwertig produzierten Inhalten rasant zunimmt.

Der richtige Zeitpunkt, sich damit zu beschäftigen, wie diese Inhalte zum Konsumenten gelangen. In dieser Ausgabe haben wir daher das Thema Distribution als Schwerpunkt aufgegri¡ en. So lesen Sie unter anderem einen Beitrag, der einen neuen technischen Ansatz für die Live-Produktion im Detail vorstellt, der die bisherige Art und Weise, wie Live-Inhalte produziert werden, auf den Kopf stellt. Ein weiterer Produktionsbericht beschäftigt sich mit dem Einsatz von 4K-Grafikmaterial in der Live-Produktion anhand eines sportlichen Großereignisses.

Im Bereich der Systemtechnik werfen wir einen Blick auf die Entwicklung des Thunderbolt-Busses sowie auf das Phänomen „Big Data“. Darüber hinaus gibt der Artikel „Adaptive beyond HD“ einen Überblick über den Status Quo der Technik bei der Online-Distribution und erläutert Möglichkeiten und Probleme mit adaptiven Streamingverfahren.

Auf die Seite des Konsumenten wechseln wir dann im zweiten Teil der Usability-Analyse von HbbTV, konkret geht es hier um einen Gerätetest zu HbbTV-fähigen Fernsehgeräten. Auch bei unserem amerikanischen Korrespondenten geht es um den Verbraucher – genauer gesagt um den Ausbau von Wide Area Networks im Rahmen von FTTH-Initiativen verschiedener Unternehmen wie Google in den USA.

Abgerundet wird diese Ausgabe durch Berichte vom SMPTE Forum 2015 (Teil II), dem DVB World Kongress in Kopenhagen, dem Filmtheaterkongress KINO 2015 und einer neuen tontechnischen Installation im Planetarium Bochum.

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Ihre
Angela Bünger


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