01.07.2015 | Ausgabe 7/2015

Adaptive beyond HD?

Der vorliegende Artikel gibt einen Überblick über den Stand der Technik in der Online-Distribution und erläutert Möglichkeiten und Probleme aus der Praxis mit adaptiven Streaming Verfahren.

Im Zusammenhang mit einer weltweiten Umstellung der Caching-Infrastrukturen auf HTTP, der Verfügbarkeit effizienter H.265-Kodierung als Open Source und Dynamic Adaptive Streaming over HTTP (MPEG-DASH) als Industriestandard für das Hybrid Broadcast Broadband Television (HbbTV) ergeben sich spannende geräteübergreifende Nutzungsszenarien, von denen Rundfunkbetreiber profitieren können.

Kein Multicast
Der Transport von Audio- und Videoinhalten über des offene Internet ohne echte Bandbreiten-Garantie–) wird heute immer noch größtenteils im Unicast-Modus abgewickelt, wobei jeder Nutzer genau einmal die Bitrate am Server belegt. Um bei Sportereignissen vielen gleichzeitigen Nutzern hochwertige Inhalte anbieten zu können, kommt es in den Content Delivery Networks (CDN) zu einem gigantischen Caching-Overhead. Eigentlich hätte das IP-Protokoll in der sechsten Version (IPv6) „Multicast für alle“ bringen sollen. Zwar „sprechen“ die meisten Heimrouter mittlerweile IPv6. Dies nutzt aber wenig, wenn sich die Backbone-Provider auf diesem Globus still auf das Geschäftsmodell „CDN“ geeinigt haben und für das Caching echtzeitkritischer Daten gerne extra kassieren.


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