01.08.2015 | Ausgabe 8-9/2015

Rundfunk in Ungarn

Anhand von Beispielen werden die unterschiedlichen Produktionsabläufe und Speicherstrategien im Vergleich mit Anstalten in Westeuropa vorgestellt.

Ausgangssituation
Seitdem sich Osteuropa in Richtung Westen geöffnet hat, haben nicht nur politische, sondern auch technische Veränderungen stattgefunden. Betrachtet man etwa Ungarn, so findet man drei unterschiedliche Sender, die sich als gegenseitige Mitbewerber betrachten: RTL Klub, TV2 und AMC – alles kommerzielle Rundfunkanstalten mit lokalisierten Produktionen, Nachrichten und Sport – aber jeweils mit unterschiedlichen Ansätzen.

RTL Klub
Als die ungarische Regierung im Jahr 1997 die Sendefrequenzen, die von TV2 und RTL Klub erworben wurden, veräußerte, gründeten vier ungarische Aktionäre RTL Klub (Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.rtlklub.hu). Der Sender hat seinen Hauptsitz in Budapest und betreibt seinen Rundfunkbetrieb als unabhängiger, kommerzieller Sender seit Ende 2011. Zu diesem Zeitpunkt hat die RTL Group (Eigner ist Bertelsmann) den Sender in sein Netzwerk integriert und 100 % aller Anteile übernommen. Zusammen mit TV2 Hungary (Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.tv2.hu) waren sie die ersten kommerziellen TV-Sender in Ungarn. Beide Rundfunkanstalten starteten mit ihren Free-to-Air-Programmangeboten im Oktober 1997.
Die bereits zum damaligen Zeitpunkt ausschließlich digitale Technik von RTL Klub wurde ursprünglich von BCE Luxemburg entworfen und die Installation von Róbert Pálya geleitet, der als Systemingenieur bei der bauausführenden Firma arbeitete, die den digitalen Sendebetrieb mit 46 Digital-Betacam und einem Library-Management-System von Sony aufbaute. Er war zudem auch Mitglied des Funding-Teams im Jahr 1997. Heute ist er „Chief Technology Officer“ (CTO) der in Budapest ansässigen Rundfunkanstalt und aller lokalen Standorte. Aufgrund seiner Zeit beim Systemintegrator hat er tiefgreifendes Wissen über die installierten Gerätschaften und die Infrastruktur der Einrichtungen von RTL Klub.


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