01.08.2015 | Ausgabe 8-9/2015

Multiscreen – vom Browser zum „smarten“ Auto

1998 wurde der erste mobile Web-Browser für das japanische Telekommunikationsunternehmen NTT DoCoMo von der Firma Access entwickelt. 2015 hat die Landschaft des „Connected Entertainment“ wenig Ähnlichkeit mit der von 1998. High-Speed-Internet ist ein Gebrauchsgut und ermöglicht der TV-Branche in Bereiche wie Live-Übertragung und zeitversetzte Dienste wie OTT, VoD und Multiscreen vorzudringen. Die Automobilindustrie hat große Fortschritte gemacht und erste fahrerlose Autos eingeführt. Testfahrten in Kalifornien laufen. Was die Menge an internetfähigen Geräten angeht, ist der Punkt erreicht, wo die Zahl zweimal die Gesamtbevölkerung überschritten hat. Aber wie sind wir dahin gekommen?

Die Anfänge
Vor dem Aufkommen von High-Speed-Broadband nutzten die ersten Handheld-Geräte eine Internetverbindung mittels i-mode und C-HTML, einem Standard basierend auf HTML, der die Anzeige einfacher, statischer Inhalte auf mobilen Geräten mit wenig Speicher ermöglichte. Die Verarbeitungsmöglichkeiten dieser Geräte mit kleinem Display waren begrenzt und das Rendern einer kompletten Webseite war nicht möglich, also mussten Inhalte passend zugeschnitten werden. Der NetFront-Browser (Access), wurde etwa entwickelt, um ganze Webseiten auf mobilen Geräten anzuzeigen. Um visuelle Elemente wie Menüs benutzerfreundlich anzuzeigen, konnte der Browser eine Webseite in eine vertikale Anzeige umformatieren, wodurch es nicht mehr nötig war, horizontal zu scrollen. Der Browser ermöglichte zudem, angezeigte Webseiten zu vergrößern und zu verkleinern oder Funktionen wie Scrollen und Auswählen auf einer Seite. Funktionen, die heute alltäglich sind in Geräten mit begrenzter Speicher- und Rechenleistung wie Multifunktionsdrucker, Feature-Phones, PDAs und Amazon Kindle.


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