09.05.2016 | Ausgabe 5/2016

Unternehmensübergreifende Qualitätssicherung in Medienproduktionsumgebungen

Übersicht der FIMS-Schnittstellen in Cube Workflow (Bildquelle: Jürgen Burghardt, Jörg Houpert, Tom Lorenz)

Der erste Teil dieses zweiteiligen Beitrags (erschienen in der FKT 12/2015) behandelte Qualitätssicherung in Medienproduktionsumgebungen mit dem Fokus auf abteilungsübergreifende Maßnahmen. Dieser zweite Teil betrachtet die Organisation von Qualitätssicherungsmaßnahmen über die eigenen Unternehmensgrenzen hinaus.

Die digitale Transformation der Geschäftsmodelle ist bei vielen Organisationen bereits in vollem Gange. Die Entwicklung führt hin zu zukünftigen Echtzeitunternehmen in denen alle Unternehmensdaten in Echtzeit eingepflegt und abgerufen werden können. Eine Grundvoraussetzung hierfür ist die qualitätsüberwachte Automation der gesamten Wertschöpfungskette. Diese gilt es, von den Lieferanten zu den Kunden, unternehmensübergreifend zu optimieren. Hierbei können Prozesse, die nicht als unternehmenseigene Kernprozesse verstanden werden, an Partner in der Lieferkette ausgelagert werden, die günstigere Transaktionskosten realisieren können. Um die Gesamtwertschöpfung in der Lieferkette zu optimieren, müssen gemäß dem Lean-Konzept unnötige Prozessschritte erkannt und eliminiert werden. Die digitalen Lieferketten (digital supply chain) in Medienunternehmen lassen sich gut über service-basierte IT-Architekturen (SOA) mit Standard-IT-Hardware-Komponenten abbilden. Offene SOA-Medienstandards helfen, Arbeitsprozesse hin zu mehr Agilität zu unterstützen. Die Choreographie von Prozessen erlaubt die unternehmensübergreifende Synchronisation von unabhängigen Diensten. Die ständig steigende Komplexität und die hohe Dynamik der erforderlichen Änderungen werden in der Praxis erst durch qualitätsüberwachende Systeme beherrschbar.


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