29.07.2016 | Ausgabe 7/2016

Texturbasierte Gesichtsanimation/Retargeting

Darstellung eines aufgenommenen Gesichtsausdrucks im Texturraum (Bildquelle: Vision & Imaging Technologies, Fraunhofer HHI)

Die Erzeugung fotorealistischer Gesichtsanimationen stellt bei Computergrafiken immer noch eine Herausforderung dar. Künstlich generierte Gesichtsanimationen weisen häufig nicht die gewünschte visuelle Qualität auf. Aufgenommene Videosequenzen sind auf der einen Seite per Definition fotorealistisch, aber auf der anderen auch aufwendig in der Erstellung und bieten keine flexiblen Animationsmöglichkeiten, wie es bei Computergrafik-Modellen der Fall ist.
Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut HHI hat eine Methode zur videobasierten Gesichtsanimation entwickelt, die mittels Extraktion dynamischer Textursequenzen aus vorhandenem Multiview-Material den Fotorealismus echter Videos mit der Flexibilität von CGI-basierter Animation verbindet. Die Idee dabei ist, 3D Geometrie nur unterstützend zu nutzen, um grundlegende Licht- und Gesamtveränderungen, wie zum Beispiel Rotation und Translation, sowie großflächige Verformungen des Gesichts (z. B. Kieferbewegungen) zu modellieren. Details, wie Poren oder Falten, sowie Änderungen im Gesichtsausdruck und kleinere Bewegungen werden vollständig in der dynamischen Textur gespeichert.

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