02.05.2017 | Ausgabe 05/2017

Editorial

Bild: Angela Bünger, Chefredakteurin

Bild: Angela Bünger, Chefredakteurin

Liebe Leser,
wenn man die Diskussionen der Medienbranche intensiv verfolgt, so scheint es, der Zuschauer „schreit“ geradezu danach, immer und überall unterhalten werden zu wollen – auf dem Smartphone oder Tablet und natürlich seinem „Smart“-TV. Ob Virtual und Augmented Reality, 360°-Film oder interaktive Angebote: „Immersive Entertainment“ heißt das Schlagwort der Stunde.

Grund genug, uns in diesem Heft dem Thema von mehreren Seiten zu nähern. Denn crossmediale Unterhaltungsangebote erfordern zum einen die passende technische Infrastruktur und zum anderen die inhaltliche Gestaltung neuer Formate. Hierzu schauen wir auf Beispiele aktueller Produktionen, die zeigen, dass interaktive Inhalte die Grenzen zwischen Film, Gaming, Theater und Literatur überschreiten. Und nicht nur im Kulturbereich, auch in der Wirtschaft lassen sich so Szenarien durchspielen und potentielle Kunden können einen besseren Eindruck gewinnen, bevor es an die Kaufentscheidung geht.

Um immersive Inhalte gestalten und für den Zuschauer verfügbar machen zu können, muss aber auch die nötige Hard- und Software vorhanden sein. In verschiedenen Beiträgen wird es daher um Qualitätskontrolle und neue Herausforderungen beim Performance- und Verfügbarkeits-Monitoring sowie die notwendigen Grundlagen zur erfolgreichen Realisierung des digitalen Wandels gehen.

Eines scheint klar zu sein, „Immersive Entertainment“ kann mehr als pure Unterhaltung. Für Unternehmen bedeutet es eine Möglichkeit des Kundendialogs; Kulturschaffende wiederum können bekannte Inhalte ganz neu vermitteln und damit ein Publikum erreichen, das längst verloren schien. Eine frische Sicht auf Altbewährtes!

Herzlichst Ihre
Angela Bünger


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