02.06.2017 | Ausgabe 6/2017

Editorial

Liebe Leser, erst kürzlich hat die FFA auf dem Filmtheaterkongress „Kino 2017“ in Karlsruhe ihre aktuelle Studie „Kinobesucher 2016“ vorgestellt. Der Studie zufolge fanden im vergangenen Jahr weniger Besucher den Weg ins Kino als noch 2015. Diejenigen jedoch, die der großen Leinwand die Treue hielten, erhöhten die Anzahl ihrer Besuche.

Man mag über die Aussagekraft solcher Studien diskutieren, denn bei einer jährlichen Erhebung spielen natürlich nicht nur die Filmstarts des Jahres mit guten und weniger guten Filmen, sondern auch weitere Großereignisse mit ein. Im letzten Jahr wetteiferten die Kinos zum Beispiel mit der Fußball-Europameisterschaft oder den Olympischen Sommerspielen um die Gunst des Publikums – ein hehres Unterfangen.

Dies vorausgeschickt lässt sich festhalten, dass sich das Kino allen Unkenrufen zum Trotz sehr gut auf dem umkämpften Markt der Unterhaltungsangebote schlägt. Die Kinodigitalisierung und die damit einhergehenden technischen Möglichkeiten der Filmemacher haben dazu beigetragen, das Publikum in Atem zu halten, und sie werden dies vermutlich auch in Zukunft tun.

In diesem Heft mit dem Schwerpunkt „Licht und Projektion“ werfen wir einen Blick auf den Status Quo der Kinoprojektion und deren mögliche künftige Entwicklung. Doch nicht nur im Kino werden die projektionstechnischen Mittel immer besser, auch Museen arbeiten vermehrt mit Videoprojektionen, um den Besuchern ein „Rundumerlebnis“ zu bieten. Im Heft finden sich drei Beispiele, wie dies gelingen kann.

Abschließend wird es im Heft auch politisch, denn wir zeigen zum einen die Infrastruktur zur Übertragung der Landtagswahlen in NRW, zum anderen ein virtuelles Studiokonzept, das während der französischen Präsidentschaftswahlen zum Einsatz kam.

Ich wünsche Ihnen viel Freude mit dieser Ausgabe!

Herzlichst Ihre

Angela Bünger


Newsletter
Ja, ich möchte den Newsletter von FKT abonnieren