Fokus auf Neustrukturierung 2015

Bavaria Film legt positives Jahresergebnis 2014 vor

Bavaria Film legt positives Jahresergebnis 2014 vor

Positives Jahresergebnis 2014, Fokus auf Neustrukturierung in 2015 Foto: Bavaria Film

Die Münchner Bavaria Film hat das Geschäftsjahr 2014/2015 im Konzern mit einer Gesamtleistung von 212,2 Mio. Euro (Vj.: 201,6 Mio. Euro) und einem Betriebsergebnis (Ebit) von 5,6 Mio. Euro (Vj.: 4,6 Mio. Euro) abgeschlossen. Der konsolidierte Umsatz beträgt 181,6 Mio. Euro (Vj.: 181,0 Mio. Euro). Dr. Christian Franckenstein, Vorsitzender der Geschäftsführung: „Gesamtleistung und Ebit sind zwar erfreulicherweise im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dennoch liegt der Umsatz um circa 10 Prozent unter der Vergleichsgröße von vor drei Jahren. Mit einer Ebit-Marge von rund drei Prozent stehen wir sicherlich im unteren Bereich des Branchendurchschnitts.“

Zum Bilanzstichtag 31.1.2015 beträgt das Eigenkapital im Konzern 73,1 Mio. Euro (Vj.: 73,8 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote beträgt 36,3% und liegt damit geringfügig unter dem Vorjahreswert von 38,8 %.  Bavaria Film beschäftigt im Konzern saisonabhängig zwischen 1100 und 1600 Mitarbeiter. Die Schwankung resultiert aus der unterschiedlichen Produktionsbeschäftigung im Jahresverlauf.
Bei der Muttergesellschaft Bavaria Film GmbH sind im Einzelabschluss Wertberichtigungen in Höhe von 4,9 Mio. Euro im Beteiligungs- und Darlehensbereich vorgenommen worden. Vor allem aus diesem Grund verschlechterte sich der Jahresüberschuss auf 0,7 Mio. Euro (Vj.: 4,6 Mio. Euro). „Trotz umfangreicher Wertberichtigungen ist es uns gelungen, auch im Einzelabschluss der Bavaria Film GmbH ein positives Ergebnis zu erwirtschaften“, sagt Dr. Christian Franckenstein. Zum Bilanzstichtag 31.1.2015 beträgt das Eigenkapital der Bavaria Film GmbH 59,5 Mio. Euro (Vj.: 63,3 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote beträgt 47,8% und liegt damit geringfügig unter dem Vorjahreswert von 49,5 %.

Die Bavaria Film GmbH weist liquide Mittel in Höhe von 29,9 Mio. Euro (Vj.: 32,0 Mio. Euro) aus. Unter Abzug der Verbindlichkeiten aus dem Cash Pool gegenüber verbundenen Unternehmen und der Bankdarlehen beträgt die Nettoliquidität (Net Cash) zum Bilanzstichtag 1,3 Mio. Euro. „Die Bavaria Film ist bilanziell solide aufgestellt und verfügt über die notwendige Substanz, um den Herausforderungen der digitalen Transformation der Film- und Fernsehbranche zu begegnen“, so Franckenstein.

In 2014 haben die Unternehmen der Bavaria Film mit Film- und TV-Produktionen kumulierte Umsätze von 142 Mio. Euro erzielt. Das entspricht einem moderaten Anteil am Gesamtmarkt (von geschätzt etwa 2,43 Milliarden Euro; Quelle: Produzentenstudie 2012) von knapp 6 Prozent.

Im Zeitraum 2010 bis 2014 hat die Bavaria Film insbesondere am Standort Geiselgasteig Investitionen in Höhe von insgesamt circa 40 Mio. Euro getätigt, die insbesondere in die Modernisierung der Studio- und Büro-Infrastruktur geflossen sind. „Wir können zwölf professionell ausgestattete State-of-the-Art-Studios anbieten, die noch dazu klimaneutrale Produktionsbedingungen ermöglichen. Auch aufgrund der unterschiedlichen Studiogrößen sind wir ein interessanter Partner für Film, TV, online und Werbung und somit bewusst breit aufgestellt“, sagt Geschäftsführer Achim Rohnke. „Durch die nachhaltige Ausrichtung als ‚Green Studio‘ hat Bavaria Film einen internationalen Wettbewerbsvorteil.“

Im Fokus der Geschäftsführung für das laufende Geschäftsjahr liegt die Neustrukturierung des Beteiligungsportfolios. „Wir befinden uns in fortgeschrittener Abstimmung mit Gesellschaftern und Aufsichtsrat. Daher sind wir zuversichtlich, zu Beginn des neuen Geschäftsjahres eine zukunftsgerichtete Unternehmensstruktur implementieren zu können“, sagt Dr. Christian Franckenstein. Im Kern wird sich Bavaria Film zukünftig auf drei strategische Geschäftsbereiche festlegen: „Content“, „Rights“ sowie „Studios & Services“. Alle drei  Bereiche haben in einer „as if“-Betrachtung im Geschäftsjahr 2014/15 einen positiven Ergebnisbeitrag geleistet. Zu diesen drei Geschäftsbereichen kommen die Segmente Immobilien und Finanzbeteiligungen hinzu. Der Umbau der Unternehmensstruktur hat das Ziel, die unterschiedlichen Aktivitäten der Bavaria Film differenziert zu steuern. Gleichsam soll die neue Struktur effizient sein und Wachstum in Teilbereichen ermöglichen.
„Als kommerzielles Tochterunternehmen der öffentlich-rechtlichen Sender müssen wir wie jedes andere mittelständische Unternehmen wachsen, um die Erwartungen seitens der Gesellschafter und die Verpflichtungen gegenüber unseren Mitarbeitern langfristig zu erfüllen“, sagt Dr. Christian Franckenstein. Er rechnet mit einem weiterhin intensiven Wettbewerb in allen strategischen Geschäftsbereichen der Bavaria Film. „Wir müssen daher unsere bestehenden Senderkunden pflegen, gleichzeitig die Vertriebsaktivitäten im Neukundenbereich intensivieren sowie die Entwicklungsarbeit an neuen Projekten, insbesondere im Digitalbereich, verstärken.“