DW News Studio installiert

BFE und eyevis installieren LED-Videowand im Studio des neuen englischsprachigen Nachrichtenkanals der Deutschen Welle

Der deutsche Auslandssender Deutsche Welle startete am 22. Juni offiziell sein neues Nachrichten- und Informationsprogramm in englischer Sprache. Für die Bilder im Hintergrund des Studios sorgt dabei eine hochauflösende Videowand von eyevis.

Quelle: eyevis

Am 22. Juni 2015 drückten Staatsministerin Grütters und DW-Intendant Limbourg im Rahmen des Global Media Forums der Deutschen Welle symbolisch den Startknopf zum Sendestart des neuen englischsprachigen Nachrichten- und Informationsprogramms  der DW. Der neue Kanal startet mit der Ambition, sich unter den internationalen Nachrichtensendern zu etablieren und hier die Rolle und Sichtweise Deutschlands zu repräsentieren. Als „Flaggschiff“ der DW Programme wurde DW News zum Start natürlich auch mit einem entsprechend repräsentativen Studio und einem modernen grafischen Erscheinungsbild ausgestattet.

Als Herzstück des Studios wurden im Auftrag des Systemintegrators BFE Studio und Medien Systeme GmbH, insgesamt 144 steglose LED-Module des Typs EYE-LED-2.0-FI mit einem Pixelabstand von zwei Millimetern im neuen Studio des Auslandssenders in Berlin aufgebaut. Auf der 24 Quadratmeter großen LED-Fläche werden Bilder, Grafiken,  Videos und Social Media Inhalte zur visuellen Umrahmung der Nachrichten dargestellt. Die LED-Wand besteht aus drei Full-HD-Flächen, die nahtlos nebeneinander angeordnet sind. Somit ergibt sich eine Gesamtauflösung von 5760 x 1080 Pixeln.

Durch ihre hohe Helligkeit und umfangreichen Einstellmöglichkeiten zur Anpassung der Darstellung an die Lichtbedingungen in TV-Studios eignen sich die hochauflösenden LED-Module für Videowände in Broadcast-Bereichen. Die in jedem Modul integrierte Bildverarbeitung erlaubt eine Umschaltung der Darstellung mit der in TV-Studios erforderlichen Farbtemperatur von 3200 K innerhalb weniger Klicks in der Software.

Der Mechanismus für frontseitigen Wartungszugang der LED-Module erlaubt darüber hinaus einen einfachen und vor allem schnellen Zugriff auf die LEDs selbst und die elektronischen Komponenten des Moduls. Da hierdurch der Bedarf für einen rückseitigen Zugang entfällt, können die LED Module nur wenige Zentimeter vor der Studiowand platzsparend installiert werden.

Zur Integration der Videowand in das von Billion Points Film/TV und Event Ausstattungs GmbH entworfene innovative Setdesign, entwickelten eyevis und BFE eine spezielle Unterkonstruktion, die unsichtbar in die Studiokulisse integriert wurde. Dadurch wird dem Fernsehzuschauer der Eindruck vermittelt, die LED-Wand würde frei im Raum schweben. Um sich nahtlos in das geschwungene Studioambiente einzufügen, wurde die Wand   zudem um circa sechs Grad konkav gebogen aufgebaut. Die 144 verbauten LED-Module erzeugen eine Last von etwa einer Tonne, die durch die Unterkonstruktion getragen wird.

Im Rahmen des Projektes baute die BFE Studio und Medien Systeme GmbH als Generalunternehmer das vorhandene TV-Studio 3 inklusive Regie um und ergänzte dieses. Der Auftrag umfasste neben der LED-Videowand sechs Kameras des Typs GVG LDX inklusive neuer Filter, die speziell auf die gemeinsame Verwendung mit LED-Wänden abgeglichen sind. Zur Bespielung der LED-Wand kommt ein Live-Grafiksystem (Orad) zum Einsatz. Mit Hilfe der Canvas-Technologie ist eine komplette durchgängige Bespielung der LED-Wand über drei HD-Felder möglich.

Zur Steuerung der Grundfunktionen der LED-Wand wird eine Mediensteuerung (Crestron) inkl. Touchcontrol-Panels verwendet. Des Weiteren sind Render-Systeme (Vizrt) zur Einbindung von Social-Media-Elementen in den Livegrafiken im Einsatz. Diese dienen ebenfalls zur Erzeugung von Augmented-Reality-Grafiken im Studio 3. In Verbindung mit der real im Studio stehenden LED-Wand können somit virtuelle Grafiken oder Live-Bilder zusätzlich frei im Raum platziert werden, ohne dass dafür entsprechende Bluescreen-Hintergründe notwendig werden. Die Daten zur Angleichung der Raumperspektiven im Verhältnis zum Kamerabild werden von CamBot Roboterstativen der Firma Ross geliefert. Da eine  zukünftige Automation der Regie geplant ist, müssen die zu liefernden Komponenten diesbezüglich integrierbar sein.