Silke Spahr wird Geschäftsführerin

BFS seit 1. Januar mit hauptamtlicher Geschäftsführung

Silke Spahr ist erste Geschäftsführerin des Bundesverbandes Filmschnitt Editor e.V. (BFS), der seit 1984 als Berufsverband die Film- und FernseheditorInnen und SchnittassistentInnen vertritt. Der BFS wurde bislang von einem ehrenamtlichen Vorstand geleitet, der seit 1. Januar 2016 von der hauptamtlichen Geschäftsführung unterstützt wird.

Silke Spahr (Quelle: BFS)

Die Volljuristin Spahr bringt für ihre Aufgabe über 15 Jahre internationale Berufserfahrung in der Medienbranche mit. Zu ihren Aufgaben gehörte die Geschäftsführung des weltweit agierenden Lizenzhändlers german united distributors im Auftrag des NDR, WDR, Studio Hamburg und Bavaria Film, der Aufbau eines Weltvertriebes für Dokumentationen und die strategische Neuausrichtung des PROGRESS Filmverleihs. 

Spahr sieht eine ihrer Aufgaben darin, die Vernetzung der Kreativen untereinander zu verstärken. Nur gemeinsam könne man den zunehmenden Versuchen des Honorar-Dumpings widerstehen. Dazu gehöre auch, bestehende Kooperationen aus- und neue strategische Partnerschaften aufzubauen.

Es gelte außerdem, das Berufsbild der als Mit-Urheber am Filmwerk geltenden Filmeditoren stärker in das Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. In den letzten Jahrzehnten habe sich besonders dieses Filmgewerk enorm gewandelt und dabei weitere Verantwortlichkeiten hinzugewonnen. Der Öffentlichkeit sei oft wenig bewusst, welche enorme künstlerische Bedeutung `der Schnitt´ für die Dramaturgie und Gestalt eines jeden Filmes besitzt. Gerade dort gelte es, sowohl öffentlichkeitswirksam als auch in der politischen Arbeit gegenüber Sendern, Filmförderanstalten, Behörden und der Länder- und Bundespolitik besondere Akzente zu setzen.