Bayerischer Filmpreis verliehen

"Colonia Dignidad - Es gibt kein Zurück" gewinnt Preis für die beste Produktion

Am Freitag, 15. Januar 2016 wurde im Münchner Prinzregententheater der 37. Bayerische Filmpreis verliehen. Der Preis für die beste Produktion ging an Colonia Dignidad - Es gibt kein Zurück.

Szenenfoto aus "Colonia Dignidad - es gibt kein Zurück" mit Emma Watson als Lena (Copyright: Majestic / Ricardo Vaz Palma)

Die Produzenten Benjamin Herrmann (Majestic Filmproduktion) und Christian Becker (Rat Pack Filmproduktion) nahmen den Bayerischen Filmpreis für die beste Produktion, der mit 200.000 Euro dotiert ist, entgegen. Verfilmt haben sie mit Autor und Regisseur Florian Gallenberger eine Geschichte vor dem Hintergrund der vom deutschen evangelischen Jugendpfleger Paul Schäfer aufgebauten Kolonie namens Colonia Dignidad in Chile, in der er seine Sekte pflegte und während der Militärdiktatur Menschenrechtsverletzungen zuließ. Die Weltöffentlichkeit habe dieses Thema viel zu lange ignoriert, heißt es in der Begründung der Jury. Die Hauptrollen spielen Emma Watson und Daniel Brühl. Kinostart ist am 18. Februar 2016 im Verleih von Majestic.

Der Bayerische Filmpreis für die beste Regie ging an Kai Wessel für Nebel im August. Rosalie Thomass wurde für ihre darstellerische Leistung in Grüße aus Fukushima geehrt. Als Ensemble wurden die jungen Schauspieler aus Fack Ju Göhte 2 ausgezeichnet. Den Bayerischen Filmpreis für die beste Kamera erhielt Jo Heim für Unfriend und Ein letzter Tango. Für die Produktion des besten Kinderfilms erhielten Uli Putz und Jakob Claussen für Heidi den Bayerischen Filmpreis. Regisseur und Autor Jens Schanze nahm für La buena vida - Das gute Leben den Filmpreis für den besten Dokumentarfilm entgegen.

In diesem Jahr lobte die Jury einen Preis für die beste Filmmusik aus. Er ging an Gert Wilden jr. für Die Kinder des Fechters und Hannahs schlafende Hunde.

Weitere Preise gingen an Uisenma Borchu (Nachwuchs Regie, Schau mich nicht so an), Burhan Qurbani, Martin Behnke (Drehbuch, Wir sind jung, wir sind stark) und Burkhart Klaußner (Schauspiel, Der Staat gegen Fritz Bauer). Der Ehrenpreis des Ministerpräsidenten ging an die Münchner Produzentin Molly von Fürstenberg für ihr Lebenswerk.