Mit der FS7 durch Europa

Kameramann Thomas Lütz fing das Leben entlang der EU-Außengrenzen mit der 4K-XDCAM-Kamera ein.

12.500 Kilometer quer durch den europäischen Kontinent - von Norden nach Süden, von Narva in Estland bis nach Athen in Griechenland: So weit reiste das Drehteam um Kameramann Thomas Lütz für die dreimonatige Produktion der Roadmovie-Dokumentation „Grenzland“. An der PXW-FS7 (Sony) mit Super-35-mm-CMOS-Sensor schätzte Lütz vor allem die robuste Bauweise und ihre sofortige Drehbereitschaft.

Bild: BASIS Berlin by Jan Urbanski

„Als im Frühjahr 2015 die Frage aufkam, welche Kamera wir für ‚Grenzland‘ einsetzen, war schnell klar, dass sich die FS7 am besten für das hohe Maß an Spontanität und Flexibilität, das ein Roadmovie mit sich bringt, eignet“, sagt Kameramann Thomas Lütz, der gemeinsam mit BASIS Berlin als technischer Dienstleister das Kameraequipment für die rbb-Produktion auswählte.

Zwischen Mitte Mai und August 2015 kam die PXW-FS7 auf der Tausende Kilometer langen Reise entlang der Außengrenzen der EU zum Einsatz, und zwar in allen möglichen Anwendungsweisen - auf der Schulter, aus der Hand und auf dem Stativ. Als erster Kameramann setzte Lütz bereits zahlreiche Reisedokumentationen für Kino und Fernsehen um, unter anderem „Immer ostwärts - Von Berlin nach Wladiwostok“ (rbb, 2009), „Beerland“ (BR, 2011) oder „fernOst - Von Berlin nach Tokio“ (rbb, 2013). Er weiß daher genau, welchen Herausforderungen eine Kamera während einer solch langen Strecke in schwankenden Klima- und Wetterumgebungen begegnen muss. „Die FS7 ist durch ihr robustes, abgedichtetes Magnesiumgehäuse ideal vor Staub, Feuchtigkeit und Stößen geschützt. Dies ist unverzichtbar bei anspruchsvollen Dreharbeiten eines Roadmovies wie ‚Grenzland‘, wo auch mal aus dem Fahrzeug gefilmt wird“, so Lütz.

Viele Szenen mussten auf der Reise schnell und spontan eingefangen werden, außerdem ließen sie sich oftmals nicht wiederholen. Auch hier hat sich die Kamera mit ihrem zwei Kilogramm schweren Body und ergonomischen Design, das keine teuren Rigs, Gehäuse, Handgriffe oder Sucher als Zubehör benötigt, für Lütz bewährt. Der bequeme Sitz auf der Schulter ermöglichte ihm einen idealen, nahezu ermüdungsfreien Ein-Mann-Betrieb, der „einfach Freude beim Filmen bereitet“. Außer einem sehr schnellen Wechsel zwischen Schulter und Stativ, bringt das kompakte Design der Kamera den weiteren Vorteil mit sich, dass sich der Kameramann Protagonisten schnell nähern kann, ohne sie mit einem großen Kamerarig einzuschüchtern.

Aufgezeichnet wurde die Dokumentation in XAVC Intra HD 100 Mbps für 50i. Für den Zoom setzte Lütz auf drei EF-Objektive aus dem Hause Canon, die über den Metabones Speed Booster ULTRA angeschlossen wurden. Dadurch erhöhte sich die Lichtempfindlichkeit um etwa zwei Blendenstufen. Als Zweitkamera und Back-Up-System für die Objektive entschieden sich Lütz und BASIS Berlin für eine kompakte Systemkamera. Um einen höheren Belichtungsspielraum zu erreichen, griff Lütz bei der Kamera auf ein Hyper-Gamma von AbleCine zurück.

Der große Super35-„Exmor“-CMOS-Sensor mit 11,6 Millionen Pixeln erzeugt in Kombination mit der offenen Blende genau den hochwertigen Filmlook, den Lütz für die rbb-Dokumentation erzielen wollte. Mit geringer Tiefenschärfe und hohem Signalrauschabstand ließen sich die Protagonisten selbst unter schwierigen Lichtverhältnissen wirkungsvoll herausstellen und ein natürliches Raumgefühl vermitteln.