Smarte Karten für mobile Anwendungen und das Internet der Dinge

Experten-Workshop am 17. und 18. Februar in Darmstadt

Die eSIM-Karte wird herkömmliche SIM-Karten etwa in Smartphones ersetzen. Verbrauchern bietet dies mehr Flexibilität und Nutzerfreundlichkeit. Wie Chipkartenhersteller und Entwickler für ausreichende Sicherheit der neuen eSIM und anderer flexibler Konzepte sorgen, diskutieren Experten aus Wissenschaft, Industrie und Politik auf dem 26. SmartCard-Workshop des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT am 17. und 18. Februar 2016 in Darmstadt.

Quelle: Fraunhofer SIT

Diese neuen Konzepte ermöglichen zum Beispiel das flexible Nachladen von Nutzerprofilen oder Updates neuer Kartenfunktionen. Mit der Host Card Emulation (HCE) können auch EC-Karten im Handy virtuell nachgeahmt werden. Der Vorteil von eSIM und HCE: Informationen – etwa ein neuer Handy-Vertrag (oder auch mehrere) –  stehen zur Verfügung, ohne dass der Nutzer noch Chipkarten selbst in die Hand nehmen muss. Damit wird das Smartphone universell einsetzbar als flexibler Träger und Vermittler bisheriger Chipkarten-Funktionen. 

Ein neues Thema auf dem Expertenworkshop ist die sichere Automobilkommunikation. Experten des Fraunhofer SIT stellen eine Neuentwicklung vor, mit der sich Fahrzeuge vor Manipulationen und Hackerangriffen schützen lassen. Sie ermöglicht es, die Kommunikation zwischen Mini-Computern in Fahrzeugen, wie Steuergeräten und Sensoren, mittels eines Hardware-Chips abzusichern.

Das Thema Datenschutz in den USA wird Keynote-Sprecher Salvatore Francomacaro vom NIST behandeln. Das National Institute of Standards and Technology ist in den USA die für Standardisierungsprozesse zuständige Behörde. Francomacaro wird die Datenschutzvorstellungen des NIST erörtern. Im Zusammenhang mit dem Auslaufen des Safe Harbor-Abkommens, das die Datenübertragung von Europa in die USA regelte, wird es für die Teilnehmer des SmartCard Workshops spannend sein zu sehen, ob diese stark von den sehr hohen europäischen Datenschutzstandards abweichen.

Weitere Themen sind neue identitätsbasierte Verschlüsselungsmethoden zur Absicherung von Daten – sogenannte attributsbasierte Kryptografie, die die notwendigen Schlüssel automatisch z. B. aus bestimmten Identitätsdaten der Nutzer eindeutig definiert – und deren Nutzung in der „Financial Cloud“, eine hochsichere Cloud-Anwendung zur Vernetzung von Banken, Geldautomaten und Überweisungsterminals für Finanzdienstleistungen.  Mehr Informationen zu Inhalten, Kosten und zur Anmeldung sind hier zu finden.