Neue Homepage für blinde Fußballfans

Kompetenzzentrum stellt Service für Blindenreportage vor

Schon seit Jahren setzt sich die Bundesliga dafür ein, dass sehbehinderte und blinde Menschen die Spiele in den Stadien der Bundesliga und 2. Bundesliga verfolgen können. Als erster Club hat Bayer 04 Leverkusen die Blindenreportage im Jahr 1999 beim Spiel gegen den SSV Ulm 1846 eingeführt. Heute bieten fast alle Profi-Clubs diesen Service an.

Quelle: AWO

Quelle: Aktion Mensch

Ein in Europa einzigartiges Kompetenzzentrum für Sehbehinderten- und Blindenreportage (ZSBR) bildet nun Blindenreporter aus und weiter. Diese beschreiben - anders als bei einer Radioübertragung - nicht nur die packenden Spielszenen, sondern den kompletten Spielverlauf, so dass blinde und sehbehinderte Fans die Begegnung besser verfolgen können. Am Mittwoch stellte das Kompetenzzentrum mit Unterstützung von Spieler Ömer Toprak, Bayer 04 Leverkusen, seinen Service in der Leverkusener BayArena der Öffentlichkeit vor. 

„Das Zentrum unterstützt die Clubs der Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga darin, durch das qualitativ hochwertige Angebot der Blindenreportage, sehbehinderten und blinden Fans eine echte Teilhabe am Stadionbesuch zu ermöglichen", sagt der Präsident der AWO, Wilhelm Schmidt. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat das von der DFL Deutsche Fußball Liga initiierte Zentrum gemeinsam mit der Aktion Mensch und der DFL weiterentwickelt, damit die Blindenreportage bundesweit auf dem gleichen qualitativ hohen Niveau angeboten werden kann. "Bislang war die Qualität der einzelnen Reporter sehr unterschiedlich", sagt Björn Naß, Leiter des Kompetenzzentrums. In Fortbildungen rund um ihre Clubs werden die Interessierten nun regelmäßig geschult, um eine professionelle Weiterentwicklung der Blindenreportage zu gewährleisten.

Auf der jetzt freigeschalteten Homepage des Kompetenzzentrums sind ab sofort auch einzelne Blindenreportagen von Spielen der Bundesliga und der 2. Bundesliga zu hören. Ziel ist es, die Reportagen möglichst vieler Spiele im Nachgang online auf der Homepage des Projektes anzubieten – jetzt steht bereits eine erste Auswahl zur Verfügung.

Die Homepage des ZSBR ist hier abrufbar.