Trauer um Erika Rabau

Berlinale-Fotografin am 10. April verstorben

Die langjährige Berlinale-Fotografin Erika Rabau ist am 10. April 2016 verstorben. Über 40 Jahre hat sie als offizielle Festivalfotografin die Berlinale begleitet und ermöglichte durch ihren Status neben Impressionen vom Festivalglamour und den Stars auch den Blick hinter die Kulissen.

Erika Rabau (Copyright: Alexander Janetzko /Berlinale)

1972 war Dr. Alfred Bauer, der Gründungsdirektor der Internationalen Filmfestspiele Berlin, auf die junge Fotografin aufmerksam geworden und engagierte sie als offizielle Berlinale-Fotografin. Seither hat sie Jahr für Jahr für die Berlinale fotografiert. Ihre Erscheinung im blauen oder schwarzen Lederoutfit war nicht von den Roten Teppichen oder Pressekonferenzen des Festivals wegzudenken. Im Februar 2016 musste sie erstmalig krankheitsbedingt aussetzen.

Neben ihrer Fotografenkarriere hat sie im Laufe der Jahre auch in über 30 Filmen in kleinen Rollen mitgewirkt, unter anderem mit den Regisseuren Wim Wenders, R. W. Fassbinder und Lothar Lambert.

Und 2008 wurde Rabau selbst zum Filmsujet. Die Berlinale zeigte im Panorama den Dokumentarfilm Erika Rabau Der Puck von Berlin (Regie: Samson Vicent).

Für Ihre Verdienste um die Internationalen Filmfestspiele Berlin wurde sie vom Festival 2004 mit einer Berlinale Kamera ausgezeichnet.