Ein Blick in die Labore für audiovisuelle Medien

IRT: Das Wohnzimmer der Zukunft

Mit Fachvorträgen, Labordemos, Führungen und einem Science Slam begeht das Institut für Rundfunktechnik IRT am 14.07.2016 einen Open.Lab.Day.

Reflexionsarmer Raum zur Messung akustischer Anordnungen (Quelle: IRT)

Wenn 007 von Q mal wieder ein futuristisches Gadget erhält, sind sich einige Zuschauer sicher: „Das haben die schon irgendwo in der Schublade!“ Das Institut für Rundfunktechnik (IRT) ist zwar nicht für Geheimagenten zuständig, aber maßgeblich an unserem Fernseherlebnis beteiligt, damit wir dank Surroundsound und FullHD mit Bond mitfiebern können. FullHD und Surroundsound? – Da ist doch schon was Neues in der Schublade!

Wer wissen möchte, was das Wohnzimmer in den nächsten Jahren für Veränderungen durchmachen kann, darf beim IRT in München einen Blick in die Schubladen mit den Gadgets der Rundfunkwelt von übermorgen werfen.

Als zentrales Forschungs- und Entwicklungszentrum der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland, Österreich und der Schweiz revolutioniert das IRT mit seinen Erfindungen seit 60 Jahren immer wieder die Rundfunk- und Fernsehtechnik in Europa: ob elektronische Zeitlupe für die Sportschau, Videotext oder die MPEG-Audiocodierung, für die das IRT mit dem renommierten amerikanischen Medienpreis Emmy Award ausgezeichnet wurde.

Außerhalb des Rundfunks glänzen weitere Forschungsergebnisse des IRT, beispielsweise das Mikrofon am Rednerpult im Deutschen Bundestag. Mit ihren Entwicklungen gaben die Münchner auch regelmäßig wichtige Impulse für die deutsche Medienindustrie.

Welche Neuerungen sich bei Audio, Video, Zusatzdiensten und der Signalübertragung abzeichnen und wie diese funktionieren, können die Besucher beim Open.Lab.Day entdecken. In lockerer Atmosphäre erklären Experten ihre aktuellen Forschungsthemen und Entwicklungen verständlich für Nicht-Experten.

Zu den präsentierten Themen gehören die Nachfolgetechnologien von HD-Fernsehen, das neue 3D-Audio-Labor, die nächste Generation Smart-TV, Rundfunk über Mobilfunk, praktische Informationen zu WLAN und vieles mehr.

Während im hauseigenen Hörsaal ein erster Einblick vermittelt wird, kann man in geführten Touren oder auf eigene Faust die Experten in ihren Laboren besuchen. „Wir präsentieren einen breiten Querschnitt unserer Forschungsthemen für Mitarbeiter der Rundfunkbranche, Fachbesucher und Laien. Die Kollegen und Kolleginnen haben den Ansporn alles verständlich zu erklären, freuen sich aber auch über tiefergehende Fragen oder Diskussionen.“, verspricht Thomas Schierbaum, Leiter Presse und Öffentlichkeitsarbeit.

Das beinhaltet auch, alle Schubladen zu öffnen und die Prototypen für das Wohnzimmer der Zukunft zu präsentieren. Der Abschluss wird ein Science Slam von der Münchner Gruppe zehnHOCHeins sein.

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