Bundesverdienstkreuz für Claudia Dillmann

Film als siebte Kunst im kulturellen Bewusstsein verankert

Claudia Dillmann, Direktorin des Deutschen Filminstituts, ist mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden.

Claudia Dillmann, Direktorin des Deutschen Filminstituts (Quelle: Anna Meuer)

Boris Rhein, Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst, überreichte die Auszeichnung des Bundespräsidenten am Mittwochabend während einer Feierstunde im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main.

„Claudia Dillmann hat ein besonderes Gespür für die Zukunft des Films, die sie mit großer Fachkenntnis, Begeisterung für das Bewegtbild und der Leidenschaft, neue Wege einzuschlagen, mitgestaltet. Der Filmstandort Hessen hat ihr sehr viel zu verdanken und die heutige Ehrung ist mehr als verdient“, sagte Rhein in seiner Rede.

Der Filmhistoriker Hans Helmut Prinzler aus Berlin hielt die Laudatio: „Claudia Dillmann hat sich seit mehr als zwanzig Jahren um die Bewahrung, Erschließung und Zugänglichkeit des deutschen Filmerbes verdient gemacht und gleichzeitig den Blick auf Zusammenhänge in Europa geöffnet. Seit der Fusion des Deutschen Filmmuseums und des Deutschen Filminstituts ist sie Direktorin einer der wichtigsten Filminstitutionen der Bundesrepublik.“

Seit den 1980er Jahren arbeitet Claudia Dillmann in verschiedenen Funktionen daran, den Film als siebte Kunst im kulturellen Bewusstsein zu verankern. Als Direktorin des Deutschen Filminstituts legt sie einen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auf die Vermittlung des nationalen Filmerbes und darauf, Werke der Filmgeschichte auch in Zeiten der Digitalisierung der Kinos weiterhin sichtbar zu erhalten.

Claudia Dillmann erkannte früh die Bedeutung des Internets für die Kulturvermittlung und brachte 2005 mit filmportal.de die zentrale und frei zugängliche Online-Plattform zum deutschen Film an den Start. 2007 gründete sie als Präsidentin der Association des Cinémathèques Européennes (ACE) das europäische Internet-Kulturportal Europeana mit. Das European Film Gateway, das kostenlosen Zugriff auf hunderttausende digitalisierte Dokumente der europäischen Filmgeschichte bietet, geht ebenfalls auf ihre Initiative zurück.

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