Digitale Chancen besser nutzen

LFK-Medienrat Baden-Württemberg für Förderung des privaten Rundfunks

Der Medienrat der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) fordert die Förderung regionaler Fernseh- und Hörfunkanbieter zukunftsorientiert anzupassen, zu erweitern und in den entsprechenden Rundfunkgesetzen zu verankern.

Die durch die Digitalisierung neu hinzugekommenen Inhaltsformen sollten als Chance für regionale Veranstalter begriffen werden. „Ein alleiniger Fokus auf die technische Infrastruktur – wie bisher gesetzlich verankert – greift in der konvergenten Welt zu kurz und beschränkt die Entwicklungsmöglichkeiten der regionalen Fernseh- und Hörfunkanbieter,“ sagte der Vorsitzende des LFK-Medienrates, Dr. Wolfgang Epp in Stuttgart. „Die Arbeit der LFK benötigt hier eine erweiterte gesetzliche Grundlage.“

Eckpunkt der vom Ausschuss für Medienkonvergenz und Digitale Gesellschaft des LFK-Medienrates erarbeiteten Vorlage ist, dass die baden-württembergische Landesmedienanstalt in Zukunft zusätzlich auch die Möglichkeit erhalten müsse, neuartige Übertragungsformen wie etwa bestimmte Sendeformate oder Aufbau und Betrieb von regionalen Medienplattformen finanziell zu fördern. Das sei eine wichtige Voraussetzung, um die regionalen Veranstalter nicht von der Marktentwicklung abzuhängen und ihren Fortbestand in der digitalen Welt zu gewährleisten.

Regionale redaktionelle Inhalte tragen erheblich zur Meinungsvielfalt bei und sind für das örtliche und regionale Umfeld unverzichtbar, stellt der Medienrat in seinem Papier klar. „Zeitgemäße Förderinstrumente könnten dafür sorgen, dass die regionalen Veranstalter ihre Akzeptanz und Reichweite erhöhen könnten, indem etwa ihr regionaler Content nicht mehr in Dauerwerbesendungen eingebettet werden muss, um sich zu refinanzieren,“ erläuterte Epp.

www.lfk.de