Dr. Tobias Schmid ist neuer Direktor der LfM NRW

Schutz der Menschenwürde steht im Mittelpunkt

Ende Januar wurde Dr. Tobias Schmid in sein neues Amt als Direktor der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) eingeführt. 140 Gäste aus Politik, Kultur und Medien waren der Einladung in den Düsseldorfer Medienhafen gefolgt.

Quelle:Uwe Völkner/LfM

Schmid (Jahrgang 1970) ist Nachfolger von Prof. Jürgen Brautmeier. Er war zuletzt bei der Mediengruppe RTL Deutschland für Medienpolitik zuständig. Tobias Schmid: „Wir müssen den Mut haben, Werte wie den Schutz der Menschenwürde auch durchzusetzen“

NRW-Medienminister Franz-Josef Lersch-Mense sagte: „Mit Dr. Tobias Schmid tritt ein profilierter Medienjurist mit herausragender medienpolitischer Expertise und einem großen Erfahrungsschatz das Amt des Direktors der Landesanstalt für Medien NRW an. Gerade in den herausfordernden Zeiten rasanter Veränderungen der Medienlandschaft – ich nenne nur als Stichworte Medienkonvergenz, FakeNews, Hass im Netz oder die Netzneutralität – ist es umso wichtiger, dass die Politik eine starke und unabhängige Medienaufsicht an ihrer Seite hat.“

Prof. Werner Schwaderlapp, Vorsitzender der LfM-Medienkommission, stellte fest, die Einhaltung der Grundwerte wie Menschenwürde, Sicherung der Medien- und Meinungsvielfalt und Jugendschutz blieben nach wie vor zentrale Aufgaben der LfM: „Diese Grundwerte werden aber in der Netzwerk-Logik des Internets nicht automatisch gesichert. Wer das bisher noch nicht gemerkt hat, ist spätestens durch die Diskussionen um Facebook und die amerikanische Präsidentschaftswahl darauf aufmerksam geworden.“

LfM-Direktor Dr. Tobias Schmid ergänzte, er freue sich darauf, die LfM für die Herausforderungen der digitalisierten Medienwelt zu positionieren. „Für eine funktionierende demokratische Medienordnung sind aus meiner Sicht vier Aspekte essentiell: Der Schutz der Menschenwürde, der Schutz der Vielfalt, der Schutz der Jugend und der Schutz der Nutzer. Ergänzt wird das durch die Gewährleistung der Medienfreiheit für die Akteure und Medienunternehmen. Diesen Gütern Geltung zu verschaffen, ist die vorderste Aufgabe der Medienaufsicht im Sinne eines effektiven Medienschutzes.“

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