TVN produziert ersten HDR-Livetest

Fußballspiel in hochauflösender HDR-Bildqualität übertragen

Die HDR-Technologie sorgt für höhere Kontrastwerte, mehr Helligkeit und eine lebendigere Farbtiefe bei TV-Live-Übertragungen. Außerdem steigt die Detailtreue in den dunkleren Bildbereichen.

Im Vergleich: Die höhere Brillanz des HDR-Signals auf dem Monitor unten rechts hebt sich deutlich ab. Foto: TVN

Im Rahmen einer Testreihe wurde kürzlich zum ersten Mal ein Spiel der 1. Fußball-Bundesliga im Format UHD-HDR live im TV übertragen. TVN Mobile Production, Spezialist für Außenübertragungen von Sport- und Show-Events, produzierte die Partie Borussia Mönchengladbach gegen RB Leipzig mit neuer Mischer- und HDR-Konverter-Technik von Sony und einem neuen HDR/SDR-Workflow.

Die Fußball-Übertragung wurde parallel in HD und UHD und zusätzlich in HDR (High Dynamic Range) produziert. Möglich wurde dies durch einen von TVN speziell für den Ü-Wagen entwickelten HDR/SDR-Workflow. Der HD-Workflow wird durch das UHD-Signal zu keiner Zeit beeinflusst. Weil keine down-Konvertierung von UHD auf HD erfolgt, kommt es nach eigenen Angaben auch nicht zu einer Verminderung der HD-Signalqualität. Die Sendesicherheit und die gleichbleibende Qualität sämtlicher erstellten Signale sind damit jederzeit gewährleistet, teilte TVN mit.

Durch die neue HDR-Technologie gewinnt das UHD-Format eine neue Referenz in der Bildqualität, so TVN. Die Detailtreue in den dunkleren Bildbereichen steige enorm, ebenso würden deutlich höhere Kontrastwerte, eine neue Spitzenhelligkeit, lebendigere und vorher nie erreichte Farbtiefen dargestellt.

TVN produzierte bei der Partie Borussia Mönchengladbach – RB Leipzig folgende Feeds:

• in HD (zur Weiterverarbeitung der entsprechenden Rechtehalter)

• in UHD-HDR, über den neuen Sony HDRC-4000 HDR Konverter von SLog3 auf SDR konvertiert (ebenfalls zur Weiterverarbeitung der entsprechenden Rechtehalter)

• in UHD-HDR, mit einem weiteren HDRC-4000 HDR Konverter von SLog3 auf HLG gewandelt (für Sportcast auf mehrere UHD-HDR Monitore in einem Showroom übertragen sowie mit dem Sony PWS-4500 Live-Server-System aufgezeichnet

Bei der Produktion wurden alle UHD-Kameras in HDR/SLog3 betrieben. Nicht HDR-fähige Signalquellen wie z.B. die Torlinientechnik Hawk-Eye oder die in-goal-chips wurden über den Sony HDRC-4000 Converter auf HDR up-konvertiert. Mit nur zwei Sony HDRC-4000 Konvertern und dem TVN-Sendekonzept wurde ein kompletter HDR-Workflow realisiert, wobei bewährte Strukturen und Abläufe unverändert beibehalten werden konnten.

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