c-tv-Konferenz in St. Pölten

9. Fernsehkonferenz der FH St. Pölten am 9. Mai 2017

Die 9. Fernsehkonferenz an der Fachhochschule St. Pölten widmet sich aktuellen Positionen und Entwicklungen rund um die Bewegtbildproduktion mit Expertinnen und Experten aus Kunst, Wissenschaft und Praxis.

Die Tagung der FH St. Pölten thematisiert Entwicklungen, die unter anderem durch kulturelle Unterschiede in bisher getrennt verlaufenden Produktionspfaden entstehen. Foto: FHSTP, Martin Lifka

Der konzeptionelle Einsatz von Technik folgt immer der inhaltlich motivierten Vision, Geschichten zu erzählen und die Immersion, das Eintauchen des Publikums, zu gestalten. Digitalisierung und der damit einhergehende Medienwandel bieten hier neue Möglichkeiten und wirken als Katalysator für die vorrausschauende Entwicklungstätigkeit einer Vielzahl von Akteurinnen und Akteuren.

„Ausgehend von der Idee, Technik als Hilfsmittel für die Inhalte-Produktion darzustellen, präsentieren wir aktuelle, inhaltlich motivierte Vorhaben, die die Entwicklung und/oder die innovative Anwendung neuer Technologie voraussetzten“, sagt FH-Dozentin Rosa von Suess vom Department Medien und Digitale Technologien der FH St. Pölten, die dort das Ausbildungsfernsehen c-tv leitet und die Fachtagung organisiert.

Erfolge von neuen Tools, Workflows und Programmen können zwar erst im Rückspiegel bewertet werden, doch „Prozesse, Workflows und Paradigmen der TV-Produktion werden sich in den nächsten fünf Jahren stärker verändern, als in den bisherigen 80 Jahren TV-Geschichte“, erklärt Tony Gregory, Direktor und Konsulent für BBC, SKY, ITV, Ch4 | 5 RTL, MTV, PBS und Keynote-Speaker der c-tv-Konferenz 2017.

Das Programm der c-tv-Konferenz widmet sich der Interaktion mit dem Publikum bei TV-Events, der brillenlosen dreidimensionalen Darstellung auf digitalen Screens, interaktiv steuerbaren Inhalten in virtuellen Sets, dem Erleben von Raumklang in einem virtuellen Konzertsaal, Virtual-Reality-Räumen und räumlich dimensioniertem Storytelling.

Vortragen werden auf der Tagung neben Tony Gregory unter anderem Virgil Widrich, Multimediakünstler, Direktor, Filmproduzent und CEO der Multimediaagentur checkpointmedia, Kurt Danner und Frank Stahmer von Bellevue Virtual Media, Jörg Reitterer von TriLite Technologies, VR-Spieleentwicklerin Johanna Pirker vom Institute for Interactive Systems and Data Science der TU Graz sowie die Medienkünstlerin und Kunstforscherin Kathrin Stumreich. Christiane Wittenbecher von IntoVR präsentiert auf der Konferenz eine preisgekrönte und bei der Berlinale vorgestellte Doku über das Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen als 360-Grad-Film.

Workshops stellen die auch an der FH St. Pölten eingesetzte 3D-Klangtechnik von Dolby Atmos am Beispiel der Band Kraftwerk vor, zeigen, wie sich Lasermikrofone und so genannte WIFI-Häcksler gegen Überwachung einsetzen lassen, widmen sich neuen Techniken von Autofokussystemen und untersuchen, wie sich choreografisches Wissen auf die Arbeit mit der Kamera übertragen lässt.

www.fhstp.ac.at