Lawo stellt Mischpult für AMFS

Leasing-Agreement über mc²56 MkII Mischpult für Aspen Music Festival and School

„Aspen Music Festival and School“ (AMFS) präsentieren ein Festival für klassische Orchestermusik und feierten 2017 ihr 68-jähriges Jubiläum. Jeder AMFS Konzert-Sommer, so auch die gerade abgeschlossene Saison, umfasst acht Wochen mit mehr als 400 Konzertveranstaltungen an zahlreichen Veranstaltungsorten, die für ein weltweites Publikum übertragen werden. Lawo unterstützt die Veranstaltung als Sponsor.

Benedict Music Tent. Quelle: Lawo/Alex Irvin

Die Mission von AMFS ist es, Studenten für eine berufliche Karriere in der klassischen Musik auszubilden und vorzubereiten, und das jährliche Festival wurde als Nebenaspekt aus dieser Mission heraus geboren. In jeder Festival-Saison präsentiert sich AMFS bei bis zu 400 Aufführungen sowohl auf dem Campus als auch außerhalb des Geländes sowie bei verschiedenen Symposien und Meisterkursen.

Das Zentrum des Festivals ist jedoch das mit 2.050 Sitzplätzen ausgestattete Benedict Music Tent, das die Akustik eines Opernhauses mit dem Ambiente eines Open-Air-Zelts verbindet. Dort liefert das mc²56 von Lawo von jeder Veranstaltung einen Stereo Mix und parallel dazu eine 5.1 Surround Mischung. Diese Mixes werden vom hauseigenen Edgar Stanton Audio Recording Center (ESARC) digital mitgeschnitten und archiviert. So stehen sie später Rundfunk-Partnern wie American Public Media, SiriusXM, Colorado Public Radio, KAJX-FM von Aspen Public Radio und der European Broadcast Union für Übertragungen zur Verfügung.

AMFS nutzt das Festival auch als Weiterbildung für Audio-Ingenieure. "Wir sind für 200 bis 250 Veranstaltungen während des Festivals verantwortlich", sagt Scott Wynne, Chief Audio Engineer von ESARC. "Einige Jahre arbeiten wir mit denselben Toningenieuren, aber manchmal haben wir eine ganz neue Crew. Für einige von ihnen ist es dann das erste Mal, dass sie mit Geräten von Firmen wie Lawo oder Neumann arbeiten."

All diese Aktivität in nur acht kurzen Wochen bedeutet, dass die Ton-Mannschaft kaum Ruhezeiten hat. "Uns stehen 13 Toningenieure zur Verfügung", sagt Wynne, "darunter Lisa Nigris, Director of Audio Production, Dan Gonko, Head Media Engineer, vier Senior Audio Engineers, drei Recording Engineers und drei Assistant Engineers. Für jedes Konzert benötigt man mindestens zwei Ingenieure für das Recording und einen dritten für den Live-Sound-Mix – aber für eine richtig große Produktion – beispielsweise bei einem Konzert von Renée Fleming – brauchen wir alle verfügbaren Kräfte!"

Lawo Console im Benedict Music Tent. Quelle: Lawo

Stimmen über das Mischpult mc²56

AMFS vereinbarte mit Lawo kürzlich ein Leasing-Agreement für ein mc²56 MkII Mischpult mit einem DALLIS Frame, ausgestattet mit 32 Kanälen zur Mikrofonvorverstärkung und 16 Audio-I/Os.

"Vor ein paar Jahren gab unser altes Pult mitten in der Saison den Geist auf. Sie können sich den Stress vorstellen, den der Ausfall verursacht hat ", erinnert sich Lisa Nigris, Aspens Director of Audio Production. "Mit unseren ganz speziellen Bedürfnissen bezüglich unserer 5.1- und Stereo-Recordings erwies sich die Suche nach einem neuen Mischpult, das unsere Anforderungen erfüllen konnte, als recht aufwendig. Bereits im Jahr davor hatten wir auf der AES mit Lawo und einigen anderen Herstellern gesprochen, und ein Jahr später, wieder auf der Messe, wurde dann konkret verhandelt, vor allem mit Lawo. Lawo war bereit, sich als Sponsor zu engagieren, was uns erlaubte, die Ausrüstung 2016 die ganze Saison über zu testen."

Wie Wynne erklärt, sind die Anforderungen von AMFS an das Recording aufgrund der Mischung aus Live-Sound, Audio-Archivierung und Broadcast außergewöhnlich. "Wir machen nicht erst einen Surround-Mix und daraus einen Downmix auf Stereo", sagt er. "Wir bauen diskrete Mixes auf individuellen Konsolen-Layern auf, so dass alle Aktionen auf einem Layer mit den anderen verknüpft sein müssen. Viele Pulte sind dazu nicht in der Lage, Lawo schon."

Gonko betrachtet die Flexibilität als eines der besten Features des mc²56. "Die Konsole besitzt vom Design her eine große Tiefe, ist aber in einer leicht verständlichen Weise angelegt. Viele Mischpulte besitzen einfach nicht diese Kombination von Benutzerfreundlichkeit und einfacher Anpassung. Wenn ein Dutzend Toningenieure nach einer einstündigen Schulung in der Lage sind, jedes Pult-Layout innerhalb von 30 Minuten komplett anzupassen, dann spricht das Bände über die Benutzerfreundlichkeit des Lawo Pults."

Er fügt hinzu: "Auch dass man das Layout des Pults für jeden Ingenieur anpassen kann, ist großartig. Die Konsole verfügt über sechs Bänke an Fader-Konfigurationen, jede mit zwei verschiedenen Layouts, so dass zwölf benutzerdefinierte Setups möglich sind, das heißt jeder Toningenieur kann das Pult auf seinen individuellen Workflow für ein Konzert anpassen"

Wichtig ist für ihn auch die Neutralität von Compressing, Limiting und EQ: "Das Processing soll ja nicht den Klang verfärben. Und dass es möglich ist, Compression oder EQ auf Mikrofone anzuwenden und dennoch einen transparenten Klang zu haben – buchstäblich nicht hören, dass wir die Tools nutzen – ist einfach fantastisch.“

Gonko ist auch vom integrierten digitalen Delay der Konsole überzeugt: "Die Möglichkeit, Input-Delays zu optimieren, ist ausgesprochen nützlich", erklärt Gonko. "In einer Halle live zu mischen, mit einem primären, geflogenen Decca-Tree, und in der Lage zu sein, Spot-Mikros zu verzögern, wenn sie hinzugemischt werden, so dass sie mit der Arrival-Time des Decca-Dreiecks zusammenfallen, ist entscheidend. Und die Delay-Auflösung ist fantastisch – bis hinunter auf 1/100 einer Millisekunde.“

Abschließend erklärt Gonko: "Das eingebaute LUFS-Metering ist fantastisch. Wir komprimieren oder limiten zwar niemals die Stereo- und Surround-Mixes der Recordings als Ganzes, aber dass wir sehen können, was bezüglich Loudness während der Aufführung geschieht, erleichtert unsere Nachbearbeitung, indem es aufzeigt, wie wir bearbeiten müssen, um broadcast-kompatibel zu sein."

Lawo Training mit Isaiah Abdolin. Quelle: Lawo

Bereit für die Zukunft

Jede Entscheidung darüber, welches Equipment angeschafft werden soll, wird davon beeinflusst, was technisch möglich ist – und mit Lawo ist AMFS auf alle möglichen Entwicklungen vorbereitet: "Unsere Aufgabe bei Aufnahmen ist ganz einfach, das Event abzubilden, und natürlich verlangen erstklassige Ensembles wie das American String Quartett oder das Robert McDuffie and Michael Mills Konzert für Violine, Rock Band und Streichorchester, dass sie mit der höchsten Audioqualität aufgenommen werden", bestätigt Scott Wynne.

"Aber Recording und Mischen für Sendungen ist ganz anders. Sponsoren wie Lawo, Neumann, DPA, Grace Design und Millennia Media haben dazu beigetragen, dass wir das erforderliche Qualitätsniveau erreichen. Dies ist für uns besonders wichtig, wenn man sieht, wie schnell sich neue Technologien entwickeln. Wir müssen uns fragen: Was ist, wenn RAVENNA eine dominante Rolle einnimmt, weil es nicht an einen bestimmten Hersteller gebunden ist? Was ist, wenn unsere Broadcast-Partner entscheiden, dass sie Dolby Atmos für Zuhörer im Auto aufbereiten wollen? Wann müssen wir Audio mit 96 kHz Abtastraten liefern? Das sind für uns noch offene Fragen."

www.lawo.com