Vollformat-Filmkamerasystem für Sony

Weiterentwicklung des CineAlta-Kamerasystems

Das neue Produkt von Sony bietet neben den gewohnten Arbeitsabläufen auch anamorphotische Funktionen, einen austauschbarer Sensor, ein 8-stufiges ND-Filtersystem und ein neues Farbmanagementsystem.

Quelle: Sony

Sony Professional Solutions Europe präsentiert Venice – das erste digitale Vollformat-Filmkamerasystem des Unternehmens. Venice ist die Weiterentwicklung des CineAlta-Kamerasystems. Filmemacher sollen mehr kreativen Freiraum haben, dank der Vollformatbilder kommen natürliche Hauttöne und ausdrucksstarke dunkle Bereiche noch besser zur Geltung kommen.

Venice wurde in enger Zusammenarbeit mit der kreativen Community und unter Berücksichtigung umfassender Forschungsarbeiten entwickelt, um den hohen Anforderungen von Filmemachern und Fachleuten gerecht zu werden.   Am 6. September wurde Venice offiziell weltweit auf Veranstaltungen in Europa und den USA vorgestellt. Unter anderem im Sony Digital Motion Picture Center in den Pinewood Studios mit dem Kameramann Ed Wild B. S.C. und im Cary Grant Theater in den Sony Pictures Studios. Auf beiden Veranstaltungen führte Sony auch Aufnahmen mit der neuen Kamera vor, bei denen Joseph Kosinski Regie führte und die von dem mit einem Academy Award ausgezeichneten Kameramann Claudio Miranda, ASC, produziert wurden.

„Die Markteinführung von VENICE zeigt unsere enge Beziehung zu Filmemachern auf der ganzen Welt. Außerdem ist sie das Ergebnis unseres Einsatzes für die Entwicklung von Tools, die Regisseure und Kameraleute dabei unterstützen, ihre Vision genau so auf die Leinwand zu bringen wie ursprünglich beabsichtigt“, so Sebastian Leske, Product Marketing Manager für Filmproduktion bei Sony Professional Solutions Europe. „Wir haben unsere Aufmerksamkeit nicht nur auf die Funktionen gerichtet, die lebensechte Bilder – wozu auch die Farbwiedergabe für natürliche Hauttöne gehört – bereitstellen. Uns waren auch die optimale Benutzerfreundlichkeit und Bedienbarkeit wichtig, und zwar ohne Kompromisse bei der Qualität eingehen zu müssen.“

Anamorphotischer Effekt. Quelle: Sony

Vollformatsensor und Kompatibilität mit verschiedenen Objektiven

Die Kamera liefert den neu entwickelten Vollformatsensor mit 36 x 24 mm, und soll auch mit einer breiten Palette von Objektiven kompatibel sein. Dazu zählen anamorphotische Objektive, Super-35-mm und Vollformat-PL-Fassungen. Damit wird eine größere Freiheit im Ausdruck mit einer geringen Tiefenschärfe ermöglicht. Die Objektivfassung kann bei Bedarf ausgetauscht werden, um in Aufnahmesituationen, die kleinere, leichtere, breitere und speziellere Objektive erfordern, auf E-Mount-Objektive zurückgreifen zu können. Da Benutzer Bereiche des Bildsensors auswählen können, sind auch Aufnahmen in Super-35-mm mit 4-perf möglich. Zukünftige Upgrades der Firmware sind geplant, damit die Kamera auch bei 6K-Auflösung mit 36 mm eingesetzt werden kann. Die schnelle Bildscan-Technologie minimiert den sogenannten „Jello“-Effekt.

Mit AXS-R7. Quelle: Sony

Neues Farbmanagementsystem und ein bewährter Workflow für eine flexible Postproduktion

Ein neues Farbmanagementsystem und eine umfassende Farbskala geben dem Benutzer während der Postproduktion und der Farbkorrektur eine größere Kontrolle und mehr Freiheiten bei der Bearbeitung der Bilder. Ob geringe Helligkeit oder helles Sonnenlicht: Mit mehr als 15 Blendenstufen soll Venice auch bei schwierigen Lichtverhältnissen gute Ergebnisse liefern.

Die bewährten 16-Bit-RAW-/X-OCN- und XAVC-Workflows von Sony unter Verwendung des tragbaren Recorders AXS-R7 sorgen für eine hohe Qualität und eine effiziente dateibasierte Produktion. Venice ist zudem mit dem aktuellen und geplanten Hardwarezubehör für CineAlta-Kameras kompatibel (Full HD-OLED-Sucher DVF-EL200, Recorder AXS-R7, Kartenlesegeräte AXS-CR1 und AR1, AXS sowie SxS-Speicherkarten).

Skizze des ND-Filters. Quelle: Sony

Intuitives Design und ausgeklügelte Funktione

Venice soll sich insbesondere durch das vollständig modulare und intuitive Design mit ausgeklügelten Funktionen auszeichnen, die einen reibungslosen und effizienten Ablauf vor Ort unterstützen. Es handelt sich nach eigenen Angaben um die erste Kamera der Filmindustrie, die über ein eingebautes 8-stufiges ND-Filtersystem aus Glas verfügt, durch das der Austausch von externen ND-Filtern minimiert und die Effizienz beim Filmen gesteigert wird. Die Kamera ist so konzipiert, dass sie über ein intuitives Bedienfeld auf der linken und rechten Seite der Kamera ganz einfach bedient werden kann. Der Ein- und Ausgang für eine 24-V-Stromzufuhr und der Lemo-Steckverbinder ermöglichen die Verwendung von verschiedenem Standardzubehör und vereinfachen den Einsatz in schwierigen Umgebungen.

Lizenzoptionen für individuelle Anforderungen

Mit Venice bietet Sony den Anwendern die Möglichkeit, ihre Kamera ganz auf ihre individuellen Bedürfnisse anzupassen, indem sie die benötigten Funktionen aktivieren. Die optionalen Lizenzen können dauerhaft oder für den Zeitraum von einer Woche oder einem Monat erworben werden. Mit diesen separat erhältlichen Lizenzen können die Funktionen der Kamera erweitert werden. Dazu gehört beispielsweise die Unterstützung von anamorphotischem 4K oder von Vollformat.

Die digitale CineAlta-Filmkamera Venice ist voraussichtlich ab Februar 2018 erhältlich.

www.pro.sony.eu