Dorothee Bär wird Staatsministerin für Digitales

Fachverbände der IT-Wirtschaft fordern mit Staatsministerium für Digitales einen gerechten Rahmen

Cluster IT Mitteldeutschland e. V. fordert die Einrichtung eines Staatsministeriums für Digitales. Der Branchenverband unterstützt die Petition der IT-Wirtschaft zur Schaffung des nötigen Rahmens für eine effektive Digitalisierung.

Quelle: Cluster Informationstechnologie

Kann die Große Koalition Deutschland zukunftsfähig machen? Für Vertreter der IT-Branche entscheidet sich diese Frage vor allem am Umgang mit dem Thema Digitalisierung. Führende Fachverbände der IT-Wirtschaft fordern in einer aktuellen Petition, dringend ein Staatsministerium für Digitales einzurichten. Damit soll in Deutschland endlich der notwendige Rahmen für eine effektive Umsetzung der Digitalisierung entstehen.

„Die Digitalisierung ist von ihrer Tragweite und Komplexität das zentrale Thema unserer Zeit. Deshalb muss sie auf allen politischen Ebenen einen deutlich höheren Stellenwert erfahren. Vor allem ist es unerlässlich, die Thematik auf Bundesebene fest zu verankern und zu koordinieren. Nur so kann der damit verbundene Wandel systematisch und umfassend angegangen und Deutschlands Weg hin zu einer digitalen Gesellschaft geebnet werden“, sagt Andreas Vierling, Geschäftsführer Cluster IT Mitteldeutschland e.V., „Als größter mitteldeutscher Branchenverband fordern wir, dass im Zuge der aktuellen Regierungsbildung zwingend – wie von CDU, CSU und SPD einhellig ursprünglich in Aussicht gestellt – ein Staatsministerium für Digitales eingerichtet wird. Es gilt, klare Kompetenzen zu schaffen und die Kernthemen der Digitalisierung planvoll zu koordinieren. Dieser Rahmen ist unabdingbar, um der Digitalisierung mit ihren weitreichenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen in ihrer Vielschichtigkeit gerecht zu werden.“

Auf keinen Fall dürfe das Thema – wie in der Vergangenheit geschehen – durch fehlende klare Zuständigkeiten und eine Zuordnung zu verschiedenen Ministerien in seiner Bedeutung abgewertet werden. Die Folgen für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung wären fatal: „Deutschland muss aufpassen, den Anschluss an den digitalen Wandel nicht zu verpassen und seine Rolle als Hightech-Nation einzubüßen“, so Vierling, „Es gibt hierzulande sehr viele innovative und leistungsfähige Unternehmen, die einen wichtigen und wertvollen Beitrag zur Digitalisierung erbringen. Allerdings kann dieses Potenzial nur dann voll ausgeschöpft werden, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Informatikunterricht an Schulen, Fachkräftegewinnung in der IT und der Breitbandausbau sind einige Kernthemen, die in dem Zusammenhang dringend angegangen werden müssen. Und dafür braucht Deutschland endlich einen politischen Masterplan für die Digitalisierung.“

www.it-mitteldeutschand.de

Das Gesuch wurde scheinbar erhört: Dorothee Bär wird mit Amtseintritt der neuen Regierung Staatsministerin für Digitales im Kanzleramt.