Die Biene Maja mit Rechenhöchstleistung

Kooperation zwischen Animationsstudio M.A.R.K.13 und Studio 100 Media mit HLRS

Seit dem 1. März schwirrt die Biene Maja mit ihren Freunden erneut über die deutschen Kinoleinwände. Produziert wurde „Die Biene Maja – Die Honigspiele“ von der in München ansässigen Studio 100 Media und Studio B Animation, in Koproduktion mit dem ZDF. Für die Berechnung der mehr als 230.000 3D-Bilder des Films nutzte das Animationsstudio M.A.R.K.13 mit Sitz in Stuttgart die HazelHen, den größten Supercomputer des Höchstleistungsrechenzentrums (HLRS) in Stuttgart.

Quelle: Sicos BW

„Wir haben bereits für den ersten Kinofilm mit der Biene Maja 2014 auf die Rechenkapazitäten des HLRS zurückgegriffen, weil unsere internen Kapazitäten auch aus Zeitgründen nicht ausreichten“, sagt Holger Weiss, CEO von M.A.R.K.13. „Beim zweiten Kinoabenteuer haben wir in Sachen Rendering am HLRS stark von den Erfahrungen aus dem ersten Film profitiert. Wir konnten Prozessabläufe deutlich optimieren.“

Glasfaseranschluss verspricht neue Projekte

Pro Frame (Einzelbild) lag die Berechnungszeit für das bunte Insektentreiben bei etwa 45 Minuten. Bis zu 200 Bilder berechnete HazelHen gleichzeitig – limitiert lediglich durch Software-Lizenzen, nicht durch eigene Kapazitätsgrenzen. Das Datenvolumen für die Bildberechnung betrug insgesamt 245 Terabyte, die Rechenzeit knapp sechs Monate. „Während wir 2014 die Festplatten noch händisch zum HLRS transportiert haben, musste die Biene Maja dank neuem Glasfaseranschluss dieses Mal nicht mehr mit der S-Bahn fahren. Die Kooperation mit dem HLRS als regionaler Ansprechpartner hat sich dadurch zusätzlich gelohnt“, erklärt Weiss. „2018 werden wir deshalb weitere gemeinsame Projekte realisieren.“

Forschung und Kreativität verbinden

Für das neue Projekt mit der beliebten Biene Maja erhielt das altbewährte Team –bestehend aus Regisseur Alexs Stadermann, dem M.A.R.K.13-Team und den Projektverantwortlichen am HLRS – koordinierende Unterstützung durch das MediaSolution Center Baden-Württemberg (MSC-BW). Hervorgegangen aus dem Pilotprojekt mit Biene Maja 2014 ist es Ziel des MSC-BW, die Schnittstelle zwischen technisch-wissenschaftlich orientierten Forschungseinrichtungen und kreativ schaffenden Medienunternehmen zu bilden.

Gemeinnütziger Verein für Innovation der Zukunft

Um auch zukünftig innovative Projekte unterstützen zu können, steht das MSC-BW derzeit kurz vor seiner Gründung als gemeinnütziger Verein. „Wir möchten die unterschiedlichen Interessensgruppen aus Forschung und Medien zusammenführen, zum Austausch anregen sowie gemeinsame Ideen und Mehrwert schaffen“, so Baumann. Als Partner unterstützen hierbei unter anderem die Hochschule der Medien Stuttgart, das Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe und das HLRS.

www.sicos-bw.de