Anmeldung für cinec in München eröffnet

Internationale Fachmesse für Cine Equipment und Technologie

Zum ersten Mal wurde dieses Jahr in der Kamera-Kategorie eine Frau für den Oscar nominiert – Rachel Morrison. Als DoP hatte sie Mudbound wesentlich geprägt, ein Drama um Rassismus im Süden der USA in den 1940-er Jahren, gedreht an Originalschauplätzen in Louisiana.

Quelle: Cinec

»Alles an dem Projekt schrie nach Zelluloid«, sagt Morrison. Aber Budget und Drehplan ließen das nicht zu. Stattdessen drehte sie mit der Alexa Mini: »Ich wollte wirklich, dass es analog wirkt, und nutzte dafür jeden Trick aus dem Lehrbuch, angefangen mit alten Objektiven.« Die  Kamera selbst drehte sie bis auf 1600 ISO auf, um etwas digitales Rauschen ins Bild zu bekommen.

Die »directress of photography« nutzte wie viele ihrer Kollegen die Möglichkeiten der digitalen Technik, um ihre ganz eigenen Bilderwelten zu schaffen – vom künstlichen Korn bis hin zum spärlichen Licht in einer Welt noch fast ohne Strom. Hinter den scheinbar einfachen Bildern steckt Technik, die den Kreativen neue Freiheiten eröffnen soll.

Ihren nächsten Film hatte Morrison wieder digital gedreht, mit der Arri Alexa XT Plus. Doch statt einem Arthouse-Drama nun den Action-Blockbuster »Black Panther«. Und wieder war das eine Premiere: Zum ersten Mal hatte eine Frau die Bildgestaltung an einem Marvel-Franchise übernommen.

Was es alles gibt und was alles damit möglich ist, soll vom 22. bis 24. September 2018 wieder in München gezeigt werden. Alle zwei Jahre will die cinec Aussteller und Besucher aus aller Welt anziehen, um als Internationale Fachmesse für Cine Equipment und Technologie Schaufenster und Marktplatz für neue Entwicklungen zu sein. Begleitet wird die Technikschau im Münchner M,O,C wieder von einem Rahmenprogramm und der Verleihung der cinecAwards für herausragende technische Entwicklungen.  

www.cinec.de