Riedel liefert Intercom für DFL-Schiedsrichterfunk

Sprachaktiviertes Bolero-Beltpack mit Echtzeitsupport durch ROC

Um die steigenden technischen Anforderungen für die Übertragung von Sportveranstaltungen zu erfüllen, vereint Riedel unter dem Dach der Managed Sports Services die Entwicklung maßgefertigter Technologien mit Support durch ihr Team. Seit August soll auch die DFL Deutsche Fußball Liga von Riedels Managed Services profitieren: Für den Bundesliga-Schiedsrichterfunk hat Riedel eine zuverlässige und komfortable Kommunikationslösung entwickelt.

Bolero S. Quelle: Riedel

Mit Bolero hat Riedel bereits 2017 ein drahtloses Intercom-System mit hoher Audioqualität und Netzabdeckung auf den Markt gebracht. Dieses System galt es so zu modifizieren, dass es den  Anforderungen auf dem Platz standhalten und störungsfreie Kommunikation zwischen den Schiedsrichtern im Stadion und ihren Assistenten im Video Assist Center (VAC) in Köln gewährleisten kann.  

Eine der größten Herausforderungen für das Entwicklerteam bestand darin, das bereits kompakte Bolero Beltpack weiter zu komprimieren, ohne an Bedienkomfort einzubüßen. Eine Schlüsselrolle kam hier der Implementierung einer fernüberwachten VOX-Sprachaktivierung zu: In enger Zusammenarbeit mit DFL-Experten konzipierten Riedels Ingenieure und Produktmanager ein sprachaktiviertes Bolero-Beltpack, welches sowohl Kommunikation zwischen Schiedsrichtern, Assistenten und Videoassistenten, als auch Echtzeitsupport durch das Remote Operations Center (ROC) in Wuppertal ermöglicht.

Nach einem Jahr Forschungs- und Entwicklungsarbeit präsentierten DFL und Riedel das Ergebnis ihrer Kooperation pünktlich zum Saisonstart: Die individualisierte Intercom-Lösung Bolero S überzeugte bei ihrem Testlauf beim Supercup 2018. Wie Riedels Corporate Business Development Managerin Jacqueline Voß unterstreicht, ist dies ein gemeinschaftlicher Erfolg für Riedel, die DFL und die Schiedsrichterabteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB): „Ein Stadion mit 80.000 Fans, wie der Signal Iduna Park in Dortmund, ist natürlich eine sehr anspruchsvolle Umgebung für Funk-Kommunikation. Nur unter Laborbedingungen mit verschiedenen Konfigurationen von Headsets, Mikrofonkapseln und Schallwandlern zu experimentieren, hätte wohl kaum zum gewünschten Resultat geführt. Doch gemeinsam mit unseren Partnern bei der DFL konnten wir ausgiebige Tests in den Stadien durchführen – und sind mehr als zufrieden mit dem Ergebnis dieser Teamarbeit.“  

Nach den überzeugenden Tests des Sommers greift die DFL nun bei allen 306 Bundesligaspielen auf das System von Riedel zurück. Seit Beginn der Saison sorgen jeweils drei Bolero-Antennen in jedem der 18 Bundesligastadien für lückenlose Netzabdeckung auf und neben dem Feld, in der Mixed Zone, den Schiedsrichterkabinen und im Spielertunnel. Die Signale laufen in einer Artist 32 Intercom Matrix zusammen, welche über WAN VoIP sowohl mit dem Video-Assist-Center in Köln, als auch dem Remote Operations Center in Wuppertal verbunden ist.

„In unserem ROC können wir aus der Ferne sämtliche Systemkomponenten in Echtzeit kontrollieren und haben zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten. Mit Parametern wie Gate, Limiterschwelle oder Release Time kann die Sprachaktivierung für jedes Beltpack individuell kalibriert und an die Gegebenheiten im Stadion angepasst werden. Während unsere Spezialisten z.B. Beltpack-Akkulaufzeit und Systemintegrität im Blick haben, können sich die Schiedsrichter auf das Wesentliche konzentrieren – und zwar für ein faires Fußballspiel zu sorgen“, so Voß.

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