Tektronix AFG31000 prämiert auf Electronica 2018

Neue Serie für Signalsynthese

Tektronix gab bekannt, dass der klassischen Funktionsgenerator (Arbitrary/Function Generator, AFG) mit der Einführung der AFG31000 Serie neu definiert sein soll. Dazu gehört der nach eigenen Angaben branchenweit größte Touchscreen sowie die neue Benutzeroberfläche, die die Ingenieure und Forscher, welche komplexere Testszenarien zum Debugging, Troubleshooting sowie zur Charakterisierung und Validierung von DUT‘s abbilden müssen, überzeugen soll. In Europa wird die neue AFG31000 Serie im November in München auf der Electronica erstmalig vorgestellt.

Tektronix AFG31000. Quelle: Tektronix

Trotz ihrer Bedeutung und breiten Anwendung in der elektrischen Messtechnik sind AFGs in Hinsicht auf ihre Benutzerfreundlichkeit mit den kleinen Displays und weiteren Schwachstellen hinter der Entwicklung von anderen Messinstrumenten geblieben, was sie nur sehr mühsam zu erlernen und schwer zu bedienen gemacht haben. Zusätzlich fehlen klassischen AFGs die Speichertiefe und Programmierfähigkeit, die zur Kompilation von Testszenarien mit komplexem Timing benötigt wird – das gab Tektronixs bekannt.

“Für uns liegt ein besonderes Augenmerk darin, die Werkzeuge in die Hand unserer Kunden zu legen und ihr Leben damit einfacher zu machen, sodass Sie im Gegenzug innovative Produktneuheiten schneller und effizienter auf den Markt bringen können. Mit einer Oberfläche aus dem letzten Jahrzehnt wurden die AFGs ehrlich gesagt zunehmend zu einem Produktivitätshindernis.” sagte Lori Kieklak, Vice President und General Manager der Keithley Produktsparte von Tektronix. “Um diesen Trend umzukehren, haben wir einen ganz neuen Blick auf die AFGs gerichtet und bereits jetzt von unseren Kunden gehört, um wie vieles einfacher und schneller sie Testimpulse, die sie tatsächlich benötigen, unter dem Einsatz der AFG31000 Serie erstellen können.“

Die AFG31000-Serie zeichnet sich durch einen kapazitiven 9” Touchscreen aus – nach eigenen Angaben der größte verfügbare Bildschirm in einem AFG, der es den Benutzern ermöglicht, alle entsprechenden Einstellungen und Parameter auf einen Blick innerhalb einer flachen Menüstruktur zu sehen. Ähnlich zu modernen touch-fähigen Smart Devices können die Benutzer zum Auswählen, Durchsuchen, Platzieren sowie Einstellungen ändern wischen und tippen.

Klassische AFGs setzen eine Abschlussimpedanz von 50 Ω voraus, wohingegen die meisten devices under test (DUTs) keine Impedanz von 50 Ω aufweisen. Die damit einhergehende Fehlanpassung führt zu Abweichungen zwischen dem am AFG parametrierten Signal und dem am DUT anliegenden Signal. Das neue patentierte InstaViewTM Feature der AFG31000 Serie geht dieses Problem an, indem es die Signalform am DUT ohne zusätzliche Verkabelung oder Messinstrumente überwachen und auch anzeigen will. Die angezeigte Signalform reagiert sofort auf Änderungen in der Frequenz, Amplitude, Kurvenform sowie der Impedanz des DUTs und trägt damit sowohl zur Zeitersparnis, als auch zur Signalvalidität bei.

Zusätzlich zu den klassischen Betriebsmodi bietet die AFG31000-Serie einen Advanced oder Waveform Sequencer Mode an. Im Advanced Mode kann der bis zu 128 MSample große Kurvenformspeicher in bis zu 256 Einträge segmentiert werden. Die Benutzer können somit lange Kurvenformen oder mehrere Kurvenformen in einer Sequenz ablegen und definieren, wie sie ausgegeben werden. I

Mit den Vorteilen des großen kapazitiven Touchscreens ermöglicht das neue ArbBuilder Tool der AFG31000-Serie dem Benutzern, arbiträre Kurvenformen direkt auf dem Instrument zu erstellen und zu bearbeiten. Der ArbBuilder verbessert die Testeffizienz insbesondere dann, wenn arbiträre Kurvenformen regelmäßig geändert werden müssen.

Benutzer, die aufgezeichnete Kurvenformen von einem Oszilloskop wiedergeben möchten, können Kurvenformen im CSV-Format speichern und mithilfe des ArbBuilder direkt in den AFG31000 laden. 

Die AFG31000-Serie ist in 1- oder 2-kanaligen Konfigurationen erhältlich und liefert eine vertikale Auflösung von 14 Bit zusammen mit einer Samplerate von 250 MSa/s, 1 GSa/s oder 2 GSa/s. Darüber hinaus können Benutzer die Frequenz im klassischen AFG Mode in Bezug auf Speichertiefe und Samplerate ohne Bedenken ändern. Die Ausgangsspannung reicht von1 mVP-P bis 10 VP-P @ 50 Ω.Preis & Verfügbarkeit.

Die Modelle mit 25, 50 oder 100 MHz Bandbreite der AFG31000 Serie sind ab sofort weltweilt verfügbar. Modelle mit 150 oder250 MHz Bandbreite sind für November geplant. Bestellbar ab 1.930€.

www.tektronix.com