Sony erweitert Kinofilmkamerasystem Venice

Hohe Bildrate (HFR) und erweiterte Metadatenunterstützung

Sony aktualisiert die Funktionalität seines Filmkamerasystems Venice. Im Rahmen des aktuellen Firmware-Updates auf Version 4.0 werden High Frame Rate-Aufnahmen (HFR), erweiterte Fernsteuerungsfunktionen sowie eine verbesserte Metadatenunterstützung von Cooke/i3 und Zeiss eingeführt. Bald ist auch das Verlängerungssystem (CBK-3610XS) erhältlich. Dieses wurde in enger Zusammenarbeit, mit der von James Cameron gegründeten Produktionsgesellschaft Lightstorm Entertainment entwickelt und wird derzeit für Aufnahmen der Fortsetzung von AVATAR verwendet wird. Das neueste Upgrade bietet Filmemachern nun noch mehr kreative Freiheit, Flexibilität und Auswahl.

Quelle: Sony

Die neue optionale High Frame Rate-Lizenz ermöglicht bessere Aufnahmegeschwindigkeiten. Die neuen, zusätzlichen Bildwechselfrequenzen sind besonders gut für Serien, Spielfilme und kommerzielle Produktionen in 4K und 6K und VR-Produktionen mit großem Betrachtungswinkel geeignet. Alle High Frame Rates unterstützen X-OCN-Aufnahmen. High Frame Rates von bis zu 60 Bilder/s unterstützen die Aufnahme von XAVC 4K und ProRes.

Darüber hinaus wird mit Version 4.0 für Venice Folgendes eingeführt:

  • 700-Protokoll: Mit diesem von Sony entwickelten Protokoll lässt sich Venice mit einer Fernbedienung (RM-B750 oder RM-B170) und einem Fernsteuerpult der Serie RCP-1500 verbinden. So können Filmemacher ihre kreativen Ideen noch flexibler zum Leben erwecken. Zur Erweiterung der bestehenden Fernsteuerungsfunktionen bietet Venice nun auch Paint-Steuerung, Blendensteuerung, Aufnahmestart/-stopp, Clipsteuerung und mehr. Die aufgerüstete Fernsteuerungsfunktion fügt zudem neue Workflows hinzu, um den Einsatz von VENICE in Multikamera- und Live- Produktionsumgebungen zu ermöglichen, wie z. B. bei Live-Konzerten und Modenschauen.
  • Unterstützung für die Cooke /i-Metadatentechnologie der dritten Generation, /i3 und ZEISS eXtended- Datentechnologie (basierend auf Cooke /i-Technologie) – Erweiterte Objektiv-Metadaten können nun direkt ohne zusätzliche Metadatenausrüstung in eine RAW/X-OCN/XAVC-Datei und HD-SDI-Ausgabe eingebettet werden. Die neue Funktion ermöglicht eine einfache Korrektur von Verzerrungen und Schattierungen, die durch unterstützte Objektive verursacht werden, und damit eine erhebliche Kosteneinsparung bei der Postproduktion.

Zur weiteren Ausstattung gehören eine erweiterte Mask+Line-Einstellung in der Frame-Line-Voreinstellung, wählbare Funktionen für zuweisbare Tasten des Suchers DVF-EL200 und rein progressive HD-SDI-Ausgaben in 25p und 29p.

Das Upgrade der Firmware-Version 4.0 und die optionale HFR-Lizenz sind ab Juni 2019 verfügbar.

pro.sony.eu