CCTV setzt bei Umbau auf IP weiterhin auf Lawo

mc²96-Mischpulte für Studio No. 8

Der chinesische Broadcaster China Central Television (CCTV) nutzt nun auch die mc²96-Konsole von Lawo im täglichen Einsatz. Mit der Installation der „Grand Production Console“ möchte man möglichst schnell 4K/UHD und IP im Produktionsbetrieb einführen. Die Audiokonsole wurde von der NDT Group als Systemintegrator im neuen Pekinger Studio installiert.

CCTV800 mc²96 (Quelle: Quelle: Lawo AG)

Nach der Installation der Technik erhielt CCTV bei Abschluss des Projekts das zweite Studio, das auf 4K/UHD mit IP-Technologie aufgerüstet wird. Der Einbau umfasste den mc²96 und zwei weitere mc²-Mischpulte in der Regie des Studios Nr. 8.

Das neue Audiosystem für das 800m² große Studio besteht aus drei mc²-Pulten: Ein mit 56 Fadern ausgestattetes mc²96 für Broadcast, ein 32er mc²56 als FOH-Pult und ein mit 40 Fadern ausgestattetes mc²36 für das Monitoring. Die Konsolen teilen sich mehr als 300 analoge und AES3-Signalquellen sowie zehn MADI-Feeds über zwei IP-Switche. Darüber hinaus wandeln fünf Lawo Power Core Remote-Produktionslösungen und zwei A__madi4-Einheiten Baseband-Signale in RAVENNA/AES67-Streams und umgekehrt.

CCTV hat sich vor allem dafür entschieden, die HD Cores der mc²96-Konsole und des mc²56-Pults redundant mit DSP- und Routerkarten zu konfigurieren. Das mc²96 bietet auch einen Backup-FOH-Feed, während das mc²56 einen entsprechenden Live-Backup-Feed bereitstellt.

Alle RAVENNA/AES67-Streams des Studios Nr. 8 sind über das Hitless-Merge-Protokoll SMPTE ST2022-7 abgesichert, wobei zwei identische IP-Netzwerke für Systemredundanz sorgen. Der Power Core bietet auch MADI I/O, mit denen die mc² HD Cores verbunden werden können. Für den Fall eines Ausfalls der HD Cores können beide Mischpulte auf Knopfdruck weiterhin wichtige Signale von den Power Cores über MADI empfangen.

Zwei der mit je 32 Mikrofoneingängen ausgestatteten fünf Power Core Stageboxen im Studio Nr. 8 befinden sich in Flightcases. Dabei werden alle analogen Signale vom Studioinneren zum Audiogeräteraum über Glasfaser übertragen – als Alternative zu mehradrigen Kupferkabeln. Die restlichen drei Power Cores im Geräteraum werden verwendet, um analoge und AES3-I/O für Funkmikrofone sowie EFX- und VTR-, EVS- und EXT-Signale bereitzustellen. Zwei Lawo A__madi4-Einheiten fungieren als AoIP-Schnittstellen für die beiden Avid Pro Tools HD2-Workstations über ein Avid HD-MADI-Audio-Interface.

Basierend auf einem SMPTE 2110-konformen IP-Audio-Backbone bietet die Lawo A_madi4 AoIP-Schnittstelleneinheit Konnektivität an verteilten Standorten. Sie kann laut Hersteller an jede Veränderung der Anforderungen von CCTV angepasst werden, da sie die Audio-I/O-Kapazität in einem vernetzten System vorübergehend oder dauerhaft skalieren kann. Sie unterstützt auch zwei MADI-Ports an SFP-Koaxialverbindungen und verfügt über zwei Dual Media RJ45/SFP 100/1000Base-T Ethernet-Ports für Streaming und Steuerung. Die beiden A__madi4-Geräte fungieren auch als PTP-Taktgeber (Precision Time Protocol) für das Audiosystem, empfangen Wordclock vom Videosystem des Studios und übersetzen diesen Takt in PTP für das AoIP-Netzwerk.

www.lawo.com