IP-Testlab bei MCI

Anwendungsfälle zur SDI-Migration

MCI führte in diesem Jahr ein IP-Testlab durch, um eine Migration von einer SDI- zu einer IP-basierten Struktur abzubilden. Als Grundlage diente der aktuelle Stand der SMPTE /EBU IP-Roadmap, mit dem Fokus auf NMOS-Integration. Bei dem Testlab 2018 lag der Fokus noch auf dem Nachweis des zuverlässigen SMPTE-2110-„Standards“ und war zunächst als 1:1 Ablöse einer klassischen Basisbandstruktur zu verstehen.

Quelle: Studio Hamburg MCI GmbH

Ein Projektteam führte anhand eines Versuchsaufbaus mit Komponenten unterschiedlicher Hersteller diverse Anwendungsfälle durch und präsentierte die Ergebnisse. Gemeinsam mit Kunden wurden Umsetzbarkeit, Potenziale und Probleme einer netzwerkbasierten Infrastruktur diskutiert.

Ermöglicht wurde das IP-Lab 2019 durch die Unternehmen: Cisco, Computacenter, Grass Valley, Lawo, LOGIC, Nevion, Phabrix, Plura, Riedel, Ross, Sony, Studio Hamburg Postproduktion, Studio Hamburg IT-Services sowie TSL Products. Auch 2019 wurde ein Raum zur Begegnung von IP- und Broadcastwelt geschaffen in dem experimentiert und diskutiert werden konnte. Besprochen wurde nicht nur der technische Blickwinkel, sondern die Umsetzbarkeit einer IP-basierten Struktur auch ganzheitlich betrachtet. Gleichzeitig fand ein Abgleich der aktuell erreichten Möglichkeiten mit der Roadmap zur Entwicklung des SMPTE Standards ST-2110 und ANWA NMOS-IS-04/IS-05 statt.

Allgemein waren Fortschritte gegenüber dem letzten Jahr erkennbar, auch wenn sich neue Herausforderungen, insbesondere bezüglich der Einbindung neuer Workflows sowie der Fehleranalyse, abzeichnen an denen weitergearbeitet werden muss. Zufrieden zeigten sich auch die erschienenen teilnehmenden Kunden seitens Universitäten und öffentlich-rechtlicher Rundfunkhäuser.

Damit offene Fragen beantwortet und entstandene Ansätze weiterentwickelt werden können, plant MCI bereits eine weitere Auflage des IP-Testlabs im Jahr 2020.
 
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