Gesellschafter kündigen Institut für Rundfunktechnik zum Jahresende 2020

Nach ZDF steigen auch ARD, ORF und SRG SSR aus

Nach dem ZDF haben auch alle anderen Gesellschafter - ARD, ORF und SRG SSR - dem Institut für Rundfunktechnik (IRT) gekündigt. Gegenüber FKT bestätigte IRT-Sprecher Thomas Schierbaum am 30. Januar damit einen Bericht des NDR-Medienmagazins "Zapp".

Quelle: IRT

"Alle Gesellschafter haben mit Wirkung zum Jahresende 2020 gekündigt", sagte Schierbaum. Auslöser für diesen gemeinsamen Schritt sei die Kündigung des Zweiten Deutschen Fernsehens Anfang Dezember 2019 gewesen. "Nach eigenen Angaben sehen sich die  übrigen Gesellschafter nicht in der Lage, die anteiligen zusätzlichen finanziellen Belastungen mit einem Volumen von jährlich rund 2,5 Millionen Euro zu tragen. Hinzu kommen auch die Risiken aus den Pensionsverpflichtungen bei weiter sinkendem Zinsniveau, die die verbleibenden Gesellschafter übernehmen müssten."

Die Gesellschafter arbeiteten an Lösungen, um die umfassende technische Expertise des IRT für die Allgemeinheit und seine Gesellschafter zu sichern. "Mögliche Optionen dazu werden zeitnah im Gesellschafterkreis beraten. Der Gründungsgedanke des IRT ist in Zeiten, wo wichtige Weichenstellung in der Medientechnik, wie beispielsweise die Einführung von ultrahochauflösendem Fernsehen (UHD), einer kosteneffizienten IP-Produktion im Studio, barrierefreie Angebote, neue Mediendienste-Plattformen und die weltweite Funkregulierung für das nächste Jahrzehnt anstehen, wichtiger denn je. Als zentrales Institut bündelt das IRT effizient an einer Stelle Wissen sowie Forschungs- und Entwicklungsarbeit und wirkt als Bindeglied zwischen den Rundfunkanstalten, den nationalen und internationalen Standardisierungsgremien und der Industrie.“

www.irt.de

 

 

 

 

 

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