Volksoper Wien mit neuem IP-basiertem Mischpult von Lawo

Inbetriebnahme per Fernbetreuung

Um für die gewachsenen Ansprüche an die Audioproduktion des Hauses auch in Zukunft gerüstet zu sein, hat die Volksoper Wien ein neues, IP-basiertes mc²56 Mischpult von Lawo in Betrieb genommen. Die im Januar 2020 beauftragte Lawo-Konsole ist der Nachfolger eines mc²56 der ersten Generation, das bei der grundlegenden Erneuerung des Studiobereichs bereits im Jahr 2012 installiert worden war.

Quelle: Lawo

Das neue, mit 32 Fadern bestückten mc²56, erlaubt den Einsatz von 96 DSP-Kanälen und bietet eine Routingkapazität von 8192x8192 Koppelpunkten; außerdem unterstützt das für IP-Videoproduktionsumgebungen optimierte Pult SMPTE 2110, AES67/RAVENNA und DANTE. Button-Glow, farbig hinterleuchtete Touch-Sense-Encoder und Farb-TFTs bieten eine klare Farbkodierung der Channel-Strips für bessere Sichtbarkeit und schnelleren Zugriff auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen. Lawos LiveView Technologie erlaubt Thumbnail-Darstellung von Videostreams auf den Label-Displays direkt bei den Fadern. Speziell für den Theater- und Live-Bereich bietet das mc²56 Selective Recall, Oversnaps (relative Trimm-Sets), eine umfassende Theater-Automation über Cue List mit verschiedenen Triggern (MIDI, GPIO, LTC), die Integration von Waves SoundGrid und digitalen Neumann DMI-8-Mikrofonen sowie Spiegelpultbetrieb.

Wie in der gesamten Kulturlandschaft, so führten die Corona-Maßnahmen auch hier zu einem Stillstand des Bühnenbetriebs, außerdem war der Zutritt zum Haus und damit zur Tonregie sehr eingeschränkt. Das stellte auch den Projektleiter der Volksoper und Leiter der Ton- und Medientechnik, Martin Lukesch, wie auch den zuständigen Projektingenieur bei Lawo, Daniel Egea, vor neue Herausforderungen, als es darum ging, die gelieferte Konsole zu installieren und zu konfigurieren. Das Projektteam entschied sich dafür, diesen Prozess mittels Fernbetreuung anzugehen. Bei diesem Aufbau kamen neben der mitgelieferten mxGUI-Software auch ausgewählte Online-Konferenzmedien zum Einsatz, die die Interaktion zwischen Wien und Rastatt ermöglichten.

Die Volksoper ist Wiens großes Haus für Operette, Oper, Musical und Ballett, das anspruchsvolle musikalische Unterhaltung bietet. Farbig, vielschichtig und lebensfroh widmet sie sich als einziges Wiener Haus dem Genre Operette. In dem Gebäude von 1898 befindet sich neben den für einen Opern- und Theaterbetrieb üblichen Räumlichkeiten auch ein Studio und eine mit einer Lawo-Konsole hochmodern ausgestattete Tonregie, die bei Fernsehaufnahmen und -übertragungen, besonders von Premieren, als Aufnahme-Regieplatz zur Verfügung steht und von wo aus die Einspieler zu den Aufführungen erstellt werden. Die Volksoper Wien führt als eines der wenigen Theater in Europa einen Studiobetrieb durch. Alles, was über Medien audiotechnisch zu hören ist, wird hier produziert.

Über 150 Sänger, 95 Orchestermusiker, 64 Chorsänger und 100 Tänzer gehören zum Ensemble. Das bedeutet hohe Anforderungen in puncto Größe, Flexibilität und Qualität an die Tontechnik und somit auch für die Aufnahmeregie, zumal die Volksoper das einzige Mehrspartenhaus in Wien ist, das sowohl Oper, Operette, Musical und Ballett auf Spielplan hat.

www.lawo.com

 

 

 

 

 

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