Broadcast Solutions mit MESH-Netzwerk bei Live-Übertragung am Balaton

Binnenregatta in Ungarn: Silvus-Funkgeräte für stabile Internetverbindung zu drahtlosen Kameras

Mit einem MESH-Netzwerk auf Basis von Silvus-Funkgeräten hat Broadcast Solutions für eine stabile Internetverbindung zu drahtlosen Kameras beim Blue Ribbon - Round the Lake Balaton Race in Ungarn gesorgt.

Quelle: Broadcast Solutions

Was ursprünglich als Proof of Concept geplant war, um die Fähigkeiten eines MESH-Netzwerks bei Live-TV-Produktionen zu zeigen, entwickelte sich zur Rettung einer Live-Produktion. Mit der Installation konnte Kanal M4 des ungarischen Fernsehens eine stabile Signalverbindung für die Live-Übertragung nutzen und die Produktion ohne Probleme durchführen.

Blue Ribbon, die längste Binnenregatta der Welt, ist ein etwa 155 km langes Segelrennen um den See, bei dem mehr als 600 Boote teilnehmen und das seit 1934 jedes Jahr stattfindet. Broadcast Solutions Hungary war vor Ort, um die Vorteile eines MESH-Netzwerks für die Live-Übertragung während eines Proof of Concepts zu testen und dem mit der Produktion beauftragten Sender zu demonstrieren. Am Ende rettete das Team die Live-Produktion, indem sie eine stabile Internetverbindung zu drahtlosen Kameras auf Booten und rund um den See herstellten. Erneut zeigten sich die Vorteile von MESH-Netzwerken, die unabhängig von der bestehenden Infrastruktur bei Live-Übertragungen im Rahmen einer Produktion eingesetzt werden.
 
Die Berichterstattung über das Geschehen auf dem See und aufgrund seiner enormen Ausdehnung gleicht der Arbeit auf dem Balaton der Arbeit auf hoher See. Eingesetzt wurden Kameras auf Booten, Hubschraubern und an verschiedenen Orten an Land. Standardlösungen für die drahtlose Übertragung hängen von der lokalen Infrastruktur eines bestehenden Mobilfunknetzes (3G/4G/5G) ab, das an manchen Orten schwer, lückenhaft oder mit schlechten Werten anzutreffen ist und in sendekritischen Momenten oft überlastet ist. MESH-Netzwerke mit Silvus-Funkgeräten bieten durch den Aufbau eines dedizierten und proprietären Netzwerks einige bedeutende Vorteile in Bezug auf Bandbreite und Netzabdeckung.
 
Während der Vorbereitung des Proof of Concepts und der Tests vor Ort vor dem Rennen wurde deutlich, dass im MESH-Netzwerk, selbst bei einer Sichtverbindung (Line of Sight, LOS) zwischen den drahtlosen Einheiten, die meisten Funkwellen vom Wasser absorbiert werden. Aufgrund dieser physikalischen Tatsache installierte das Team von Broadcast Solutions weitere Funkgeräte auf Hügeln und Wachtürmen rund um den See.

Auf diese Weise installierten die Ingenieure ein Netzwerk, das mehr als 43 km überbrücken konnte. Das Netz verfügte mit nur 4 bBi Omni-Antennen auf Silvus Streamcaster 4200 Funkgeräten vom Aussichtsturm Alsóörs bis zum Aussichtspunkt Fonyód über eine UDP-Verbindungskapazität von 5 Mbps.
 
Das Hauptziel des Proof of Concepts war der Beweis, dass das System den gesamten See (600 km2 mit einer maximalen Länge von 80 km) mit einem Silvus MESH-Netzwerk mit nur sechs Funkgeräten an Land, zwei auf Booten und einer Einheit in einem Hubschrauber abdecken kann - was einwandfrei funktionierte.
 
Beim Start des Rennens stellte sich schnell heraus, dass das vom Sender verwendete allgemeine Mobilfunknetz an seine Grenzen stieß. Durch die große Anzahl an Zuschauern und die großen Entfernungen, die abgedeckt werden mussten, war das Netz überlastet und versagte. Das Rennen begann, die Mobilfunknetze fielen aus, und es gab keine ausreichende Mobilfunkverbindung, nicht einmal mit 8 SIM-Karten-Bonding-Einheiten, und der Live-Feed fiel aus.
 
Zu diesem Zeitpunkt kam das CovCom-Team von Broadcast Solutions ins Spiel. Mit nur einigen Feinabstimmungen an den Parametern, der Installation von zwei zusätzlichen Antennen und einem weiteren Funkgerät und schließlich der Einspeisung des aufgebauten dedizierten Netzwerks, bauten sie ein stabiles und lauffähiges Silvus MESH-Netzwerk auf, das zur Übertragung der Kamerasignale genutzt werden konnte.

Auf der anderen Seite des Sees erhielt jede zellulare Bonding-Einheit, die mit einem Silvus-Funkgerät kombiniert war, unabhängig von ihrer schwachen Mobilfunkverbindung eine zusätzliche stabile Internetverbindung. Alle an ein Silvus-Funkgerät angeschlossenen Bonding-Einheiten der Kamerateams waren in der Lage, Live-Bilder zu übertragen, ganz gleich, ob sie in der Luft oder auf dem See platziert waren. Die gesamte Live-Übertragung des Rennens verlief problemlos und ohne Signalverlust und die Live-Produktion konnte so gerettet werden.

www.broadcast-solutions.de

 

 

 

 

 

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