VTFF zu Covid-Krise: "Filmtechnische Dienstleister hart getroffen"

Erste virtuelle Mitgliederversammlung: Wirtschaftliche Folgen der Pandemie "besorgniserregend"

Die erste virtuelle Mitgliederversammlung des Verbands Technischer Betriebe für Film und Fernsehen (VTFF) stand ganz im Zeichen des Überlebens während der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Schutzmaßnahmen. Es wurde deutlich, wie hart die filmtechnischen Dienstleister getroffen sind, wie kompetent, engagiert und kreativ sie trotzdem ihre Unternehmen und ihre Mitarbeiter durch die Krise führen und wie wichtig staatliche Hilfen immer noch sind. Außerdem zeigte sich die stetig wachsende Bedeutung des Verbandes für die Mitglieder und die Branche.

Quelle: VTFF

In einer Live-Online-Befragung während der virtuellen Versammlung haben die Mitglieder ihre Einschätzungen zu den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie angegeben. Diese sind vielfältig und besorgniserregend: Fast die Hälfte der VTFF-Mitglieder erwarten für das Jahr 2020 Umsatzeinbußen von um die 40 Prozent, ein Drittel rechnet mit 11-25 Prozent und weniger als ein Viertel hofft, ohne größere negative Auswirkungen durch die Krise zu kommen. Die Hauptursache für die Einbußen sind weniger Aufträge, wovon über 60 Prozent der Mitglieder betroffen sind. Zusätzlich wird über die Hälfte der Unternehmen von erhöhtem Aufwand für Corona-Schutzmaßnahmen belastet. Außerdem stellt ein Viertel eine niedrigere Bezahlung als vor der Krise fest. Insgesamt erwarten daher zwei Drittel der Mitglieder, dass sie sich werden verändern oder gar verkleinern müssen.

Um überhaupt noch weitermachen zu können, sind die staatlichen Corona-Hilfen für die meisten Unternehmen unerlässlich: über 90 Prozent der Mitglieder nehmen Kurzarbeitergeld in Anspruch, etwa die Hälfte hat zusätzliche Kredite aufgenommen, fast ein Drittel beantragt Überbrückungshilfe und ein Drittel erhält Zuschüsse und sonstigen Förderungen.

Daneben ist es vor allem die große Kompetenz, Professionalität und Kreativität der VTFF-Mitglieder, mit der sie die Krise managen und sich den Herausforderungen stellen, unter Coronabedingungen zu produzieren und ihr Geschäft entsprechend weiter zu entwickeln.

Im VTFF wollen die Mitglieder trotz oder gerade wegen der Krise an ihren Initiativen zu mehr Fairness im Wettbewerb und in der Zusammenarbeit zwischen den Produktionspartnern festhalten. Ebenso sollen Personalfragen, Nachhaltigkeit und die Qualitätsoffensive weiterverfolgt werden.

Wie hilfreich und wertvoll der Erfahrungs- und Informationsaustausch sowie gemeinsame Aktivitäten derzeit sind, zeigt sich an den weiterhin steigenden Mitgliederzahlen im VTFF. Neu gebildet hat sich in den vergangenen Monaten die Gruppe der Tonstudios, die sich für die Interessen und Belange der Tonzunft einsetzen werden, deren Rolle im Produktionsprozess meist unterschätzt wird.

Der Vorstandsvorsitzende Stefan Hoff begrüßt diese Entwicklung sehr, „denn in solchen Zeiten nützt Solidarität sowohl den einzelnen Unternehmen als auch der Branche im Ganzen.“ Der VTFF zeigt in der Mitgliederversammlung Geschlossenheit und wird sich im Verbund weiterhin dafür stark machen, dass die so wichtigen Dienstleistungsunternehmen die aktuell schwierigen Zeiten überstehen.

Der VTFF unterstützt die Forderung nach dem Ausfallfonds, damit die Produktionswirtschaft wieder richtig in Gang kommt. Außerdem fordert der VTFF, pandemieunabhängige Produktionstätigkeiten wie die Digitalisierung und Restaurierung von Filmen in voller Höhe fortzusetzen, da sie eine sinnvolle und ergebnisorientierte Auslastung der Ressourcen ermöglichen. Diese und jede weitere kulturwirtschaftliche oder mittelständische Förderung und Unterstützung werden die Produktionsdienstleister von Außenübertragungsunternehmen bis Tonstudios begrüßen und benötigen.

www.vtff.de

 

 

 

 

 

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