AG Kino fordert Wiedereröffnung der Kinos bis spätestens Ostern

In einem Brief hat sich die Allianz aller Kino- und Verleihverbände an die Kanzlerin, den Chef des Kanzleramtes sowie sämtliche Ministerpräsidenten gewandt, um auf die für die Kinos notwendigen Rahmenbedingungen bei einer kommenden Wiedereröffnung hinzuweisen.

Quelle: Photo by Julien Andrieux on Unsplash

Die Verbände AG Kino - Gilde deutscher Filmkunsttheater, AG Verleih - Verband unabhängiger Filmverleiher, BkF - Bundesverband kommunale Filmarbeit, HDF KINO - Hauptverband deutscher Filmtheater sowie der VdF - Verband der Filmverleiher betonen die Notwendigkeit einer baldigen, konkreten Öffnungsperspektive, um die enormen Schäden nicht noch weiter anwachsen zu lassen.
 
Es sei Zeit, dass das kulturelle Leben nach Deutschland zurückkehrt, auch wenn die Pandemie noch nicht überwunden ist. Jüngst hatte die Kultusministerkonferenz die frühzeitige Öffnung der Kulturbetriebe als relevante Lebensbereiche angeregt.
 
Die wirtschaftlich besonders stark betroffene Kino- und Filmwirtschaft benötige dringend eine Perspektive, um wirtschaftlich wieder Fuß zu fassen. Die Kino- und Verleihverbände haben auf Grundlage der Bedürfnisse der Branchen Parameter für die Entwicklung von Wiedereröffnungsplänen formuliert:
 
1. Kulturorte wie Kinos dürfen in der Wiedereröffnungsplanung zeitlich nicht benachteiligt werden
 
Angesichts der Tatsache, dass Kulturstätten wie auch die Kinos mit fest installierten Sitzplätzen und Lüftungsanlagen sowie bewährten Hygienekonzepten und einer funktionierenden Kontaktverfolgung als vergleichsweise besonders sicher gelten, wäre es kaum begreiflich und auch rechtlich äußerst fragwürdig, wenn Handel und Gastronomie vor den Kulturorten öffnen dürften. Eine Benachteiligung der Kulturorte sollte unbedingt vermieden werden.
 
2. Öffnung bis spätestens Ostern

Sofern sich die positive Entwicklung des Infektionsgeschehens fortsetzt und die Pandemie auch mit Mutationen beherrschbar bleibt, plädieren die Kinos für einen Wiedereröffnungstermin zu Ostern. Solange die Filmtheater ihren Besucher*innen kein Angebot machen können, wird sich die Situation im Filmmarkt klar weiter zu ihren Lasten entwickeln.
 
3. National einheitliches Vorgehen erforderlich

Als national funktionierender Markt ist es für die Kino- und Filmwirtschaft zwingend erforderlich, die Wiedereröffnung nicht unumstößlich an einen regionalen Sieben-Tage-Inzidenzwert oder R-Wert zu koppeln (unbenommen natürlich von lokalen Ausbrüchen). Nur eine bundesweit einheitlich terminierte Eröffnungsstrategie wird die Möglichkeit bieten, den Gästen auch tatsächlich neue Filme präsentieren zu können.
 
Unterzeichner:
 
Dr. Christian Bräuer, Vorsitzender AG Kino - Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V.                     
Björn Hoffmann, Vorsitzender AG Verleih - Verband unabhängiger Filmverleiher e.V.
Andreas Heidenreich, Vorsitzender BkF – Bundesverband kommunale Filmarbeit e.V.    
Christine Berg, Vorsitzende HDF KINO - Hauptverband deutscher Filmtheater e.V    
Johannes Klingsporn, Geschäftsführer VdF - Verband der Filmverleiher e.V


Hier geht es zum Brief.
 
www.agkino.de

 

 

 

 

 

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