"MoJo": RBB führt neues mobiles Redaktionsingest-System ein

Cloudbasierte aaS-Plattform prozessiert und ingestiert Material

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hat ein neues Redaktionsingest-System für den mobilen Journalismus – kurz „MoJo“ – eingeführt. Mit dem „MoJo-Ingest“ lässt sich die Berichterstattung schneller und regional effizienter gestalten. Denn mobile Journalisten sind damit technisch in der Lage, Video-, Bild- und Tonmaterial direkt vom Ort der Aufnahme in das Produktionssystem des Senders hochzuladen. Für die Aufnahme selbst genüge dabei ein leistungsstarkes Smartphone, teilt der TV-Dienstleister Netorium mit.

Quelle: © Hiscale GmbH

Als Verbindung zwischen dem Smartphone am Produktionsort und dem Produktionssystem im Sender fungiert eine Plattform, die der Applikationsintegrator Netorium gemeinsam mit seinen Partnern Hiscale und ministry of code in zwei Phasen entwickelt hat. Das Projektteam seitens des RBB wurde tatkräftig durch Sommer + Spohr in der Projektdurchführung unterstützt.

In Phase 1 wurde zunächst die Funktionalität erstellt, mit der „smart“ produziertes Videomaterial über eine spezielle Upload Seite innerhalb der Räumlichkeiten der RBB Standorte automatisch ins Produktionssystem ingestiert werden kann. In dieser ersten Phase wurde außerdem die responsive Webbasierte Upload-Oberfläche entwickelt, mit der Files auf dem RBB Smartphone selektiert, mit den notwendigen, redaktionellen Metadaten versehen und ins Backend der MoJo Plattform übertragen werden können.

Das über die Oberfläche ins Produktionssystem des RBB übertragene, „smart“ produzierte Material wird dann zunächst durch die Workflow Engine „JOBS“ des Kölner Herstellers Hiscale prozessiert, mit FLICS transkodiert und gemeinsam mit den übertragenen Metadaten aktiv in das Produktionssystem des RBB eingecheckt.

In Phase 2 wurde das System dann erweitert, so dass seitdem der Ingest auch von außerhalb des Campus via Internet möglich ist. Sicherheit gibt dabei eine vorgelagerte Private Cloud Instanz, die als „Landezone“ für das „smart“ produzierte Material fungiert. Sie schützt das Backendsystem und verbessert die Lastverteilung. Die gesamte Kommunikation zwischen den Smartphones, der vorgelagerten Private Cloud Instanz und dem Backend verläuft verschlüsselt.

Die „Landezone“ wird von Netorium im Auftrag des RBB als „Platform as a Service“ (PaaS) gemeinsam mit den Partnern Hiscale und ministry of code betrieben.

In beiden Phasen zeichnet Hiscale für die Implementierung der Funktionalitäten im Frontend (Uploadoberfläche) und Backend verantwortlich. Den umfangreichen Anforderungen der Redaktionen des RBB wird durch den Einsatz der flexiblen Workflow Orchestrierung "JOBS" Rechnung getragen. Die Technologie bietet eine hohe Skalierbarkeit und ist aufgrund ihrer Kosteneffizienz bestens für den täglichen Betrieb geeignet.

Mit "JOBS" können Videoverarbeitungsaufgaben automatisiert, sowie mehrere Systeme und Plattformen verbunden werden. So entsteht eine einheitliche Funktionsplattform, die für die automatische Annahme der Videodateien sorgt – samt Metadaten, Transkodierung und Weiterreichung ins hauseigene MAM-System mit allen RBB-spezifischen Parametern.

Die private Cloud Infrastruktur und die DevOps Dienstleistung im Rahmen des Projekts stammen vom Hamburger Cloud Spezialisten „ministry of code“. Mit ihrem Cloud Framework „Clusterfish“ stellt ministry of code eine leistungsfähige, hochverfügbare, softwaredefinierte Cloud-Infrastruktur zur Verfügung, die eine einfache Integration und Skalierung ermöglicht. Darüber hinaus unterstützt und begleitet ministry of code die Inbetriebnahme ebenso wie den laufenden Betrieb mit ihrem DevOps Team.

www.netorium.de

www.rbb-online.de

www.hiscale.com

 

 

 

 

 

Newsletter
Ja, ich möchte den Newsletter von FKT abonnieren