H.266/VVC: Encoder-Software von Fraunhofer HHI auf ICME ausgezeichnet

Erster Platz bei „Best Open Source Project Awards“

Die am Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) entwickelte Software „Fraunhofer Versatile Video Encoder “ (VVenC) wurde auf der diesjährigen IEEE International Conference on Multimedia and Expo (ICME) bei den „Best Open Source Project Awards“ mit dem ersten Platz ausgezeichnet. VVenC ist eine schnelle und effiziente Encoder-Implementierung des maßgeblich am Institut mitentwickelten Videokodierstandards H.266/Versatile Video Coding (VVC). Das Open-Source-Projekt wurde von einem Forschungsteam der Abteilung „Videokommunikation und Applikationen“ am Fraunhofer HHI unter der Leitung von Adam Wieckowski realisiert.

Das Entwicklungsteam des Fraunhofer HHI (ohne Dr. Thomas Schierl und Dr. Detlev Marpe).

Quelle: © Fraunhofer HHI

Die „Best Open Source Project Awards“ wurden im Rahmen der „Open Source Competitions“ während der diesjährigen virtuellen ICME am 8. Juli 2021 verliehen. Im Wettbewerb hat sich VVenC gegen elf nominierte Konkurrenz-Projekte durchgesetzt und den ersten Platz belegt. Die ICME ist eine der führenden Konferenzen im Bereich Multimedia. Hier tauschen sich Forschende aus aller Welt zu Multimedia-Technologien, -Systemen und –Anwendungen aus. „Der Preis für das beste Open Source Project ist eine verdiente Anerkennung für das ganze Team und eine große Motivation VVenC immer weiter zu verbessern,“ sagt Benjamin Bross, Gruppenleiter Videokodierungssysteme am Fraunhofer HHI.

Die prämierte Software VVenC nutzt die Möglichkeit der signifikanten Reduktion der Videodatenmenge, die der neue Standard VVC bietet, voll aus. Dabei ist sie einfach in bestehende Multimedia Anwendungen zu integrieren. Zusätzlich kann VVenC entsprechend unterschiedlicher Anforderungen an Qualität und Laufzeit flexibel konfiguriert werden.

Die Software steht Forschungsgruppen und Entwicklungsteams als Basis für die Entwicklung VVC-basierter Dienste und Produkte frei zur Verfügung. So können klassische Videoanwendungen wie Streaming deutlich effizienter gestaltet, aber auch neu aufkommende Anwendungen für Virtual- und Augmented-Reality (VR/AR) entscheidend vorangebracht werden. „Mit der frei zugänglichen Software VVenC wollen wir eine schnelle Umsetzung vom neuen, internationalen Videocodec VVC unterstützen und interessierten Marktteilnehmern den Eintritt in die Produktentwicklung möglichst einfach machen“, sagt Dr.-Ing. Thomas Schierl, Abteilungsleiter Videokommunikation und Applikationen am Fraunhofer HHI.

Das Fraunhofer HHI-Team rund um VVenC besteht neben Adam Wieckowski aus Jens Brandenburg, Tobias Hinz, Christian Bartnik, Valeri George, Gabriel Hege, Dr. Christian R. Helmrich, Anastasia Henkel, Christian Lehmann, Christian Stoffers und, Ph.D. Ivan Zupancic, unter der Führung von Benjamin Bross, Dr. Thomas Schierl und Dr. Detlev Marpe.

VVenC ist auf öffentlich verfügbar auf GitHub.

www.hhi.fraunhofer.de

 

 

 

 

 

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