ARD mit zentralem filebasierten Transcodingservice bei Tokio 2021

Automatische Frameratenkonvertierung zwischen NBC und ARD-Anstalten

Für die Übertragung der Olympischen Spiele in Tokio hat der NDR einen zentralen filebasierten Transcodingservice innerhalb der Postproduktion eingesetzt. Netorium unterstützte das Informations-Verarbeitungs-Zentrum (IVZ) bei der Entwicklung des Konzepts und bei der Realisierung.

Quelle: netorium AG

Das Sportereignis des Jahres 2021 wurde in Tokio und im nationalen Broadcastcenter (NBC) von ARD und ZDF in Mainz mit 60 Bildern pro Sekunde produziert. So konnte eine durchgängige Produktion auf Basis des unverfälschten Originalmaterials aus Japan sichergestellt werden.

Um die filebasierte Zulieferung in der Postproduktion des NBC von und zu den einzelnen ARD-Anstalten normgerecht gestalten zu können, wurde ein Gateway-Service etabliert, der wie ein Relayservice innerhalb des bestehenden Medienfiletransfers (MFT) der ARD-Anstalten realisiert wurde.

„Das Ziel in der Postproduktion war, zum Beispiel benötigtes Archivmaterial oder Zulieferungen zu den ARD-Anstalten filebasiert im NBC automatisiert in beide Richtungen zu konvertieren, sodass keine weitere manuelle Befassung erforderlich war und das Zielmaterial dennoch höchsten Qualitätsansprüchen genügte“, sagt Kristina Kirk, verantwortliche Produktionsingenieurin beim NDR.
 
Gemeinsam mit dem NDR und dem IVZ hat netorium das Konzept entwickelt. Dabei kam ein FLICS-Cluster von Hiscale zum Einsatz, der in die Mechanismen des Medienfiletransfers eingebunden wurde. Beiträge, die von ARD-Anstalten an das NBC in Mainz versendet wurden, erfuhren eine automatische Frameratenkonvertierung von 50 Bilder auf 60 Bilder. Im umgekehrten Fall, wenn Material vom NBC in eine ARD-Anstalt versendet wurde, erfolgte automatisch eine Frameratenkonvertierung von 60 Bildern auf 50 Bilder.

Um eine „bewegungskompensierte Frameratenkonvertierung“ höchster Qualität zu ermöglichen, wurde das bestehende FLICS.Transcodingcluster um „Frameformer“.Lizenzen erweitert. Den Qualitätserhalt des Materials über mehrere Konvertierungs-Generationen hinweg hatte Hiscale in einem vorhergehenden Proof of Concept unter Beweis gestellt und sich dabei gegen verschiedene Alternativen durchgesetzt. Neben der herausragenden Qualität überzeugten das weitreichende Monitoring sowie das Managementkonzept von FLICS, die eine einfache und schnelle Umsetzung des Services ermöglichten und den operativen Aufwand beim IVZ gering hielten.

„Die Integration von FLICS und die Einbindung in die automatischen Workflows mit dem MFT waren erfreulich unkompliziert und FLICS unterstützt unsere operativen Anforderungen optimal“, so Michael Blandfort, Teamleiter Video, Ressort Archiv- und Produktionssysteme beim IVZ.
 
Besonders nachhaltig an der Lösung ist, dass es sich bei dem Service nicht um eine einmalige Investition handelt. Bei zukünftigen Produktionen, die eine filebasierte Frameratenkonvertierung innerhalb des MFT benötigen, kann die ARD erneut von diesem Workflow beim IVZ profitieren.

www.netorium.de

www.ndr.de

 

 

 

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