SWR setzt bei fiktionalen Produktionen auf Nachhaltigkeit

Sender will ab 2022 ökologische Mindeststandards umsetzen

Der SWR verpflichtet sich, ab dem Jahr 2022 sämtliche fiktionalen Produktionen nach ökologischen Mindeststandards umzusetzen - das gilt sowohl für Eigen- als auch für Auftrags- und Koproduktionen.

Quelle: © SWR/Benoît Linder

Als Mitglied des Arbeitskreises Green Shooting habe der SWR zuletzt maßgeblich an der Erarbeitung dieser Standards für deutsche Kino-, TV- und Online-/VOD-Produktionen mitgewirkt und erfülle schon heute Nachhaltigkeitskriterien bei seinen jährlich sechs eigenproduzierten "Tatorten", heißt es.

Der Arbeitskreis Green Shooting unter Beteiligung von ARD, ZDF, privater Medienhäuser, Vertretern der Produzentenlandschaft und Medienförderungen hat ökologische Mindeststandards für deutsche Kino-, TV- und Online-/VOD-Produktionen entwickelt. Der SWR hat zuletzt auch schon die Nachhaltigkeitsinitiative des Arbeitskreises "100 grüne Produktionen" unterstützt. Bei dieser Initiative wurden in den Jahren 2020 und 2021 100 TV- und Filmproduktionen in einem Modellversuch auf eine ökologisch nachhaltigere Herstellungsweise umgestellt.

Ökologische Nachhaltigkeit und ressourcenschonende Produktionsmethoden haben für den gesamten ARD-Medienverbund einen hohen Stellenwert. So hat die ARD Anfang 2021 in den "Eckpunkten für ausgewogene Vertragsbedingungen" festgehalten, bei Auftrags- und Koproduktionen die Kosten für "grünes Produzieren" in den Kalkulationskosten zu berücksichtigen. Der Senderverbund hat außerdem gegenüber den Produzent:innen eine neue Sonderprämie für "Green Shooting" ausgelobt. Die ARD entwickelt über den Bereich der Medienproduktion hinaus ihr Engagement für mehr Nachhaltigkeit weiter: Übergeordnetes Ziel ist ein systematisches Nachhaltigkeitsmanagement in allen betrieblichen Bereichen - von Einkauf über Kantinenversorgung bis Programmverbreitung.

Auch das Programm der ARD befasst sich auf vielfältige Weise mit dem gesellschafts- und zukunftsrelevanten Thema "Nachhaltigkeit". So informieren die Rundfunkanstalten kontinuierlich im Fernsehen, im Hörfunk und online zu aktuellen Entwicklungen und bieten spezifische Programmformate zu den Themen "Klima" und "Umwelt" (z. B. ab November im Ersten "Wissen vor acht - Erde" mit Eckart von Hirschhausen). Einen ersten Bericht über ihren Beitrag zur ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit hat die ARD Ende 2020 vorgelegt.

http://swr.li/greenshooting

 

 

 

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