Ehemaliger WDR-Intendant Fritz Pleitgen gestorben

Der Journalist und frühere WDR-Intendant Fritz Pleitgen ist am 15. September 2022 im Alter von 84 Jahren in Köln gestorben. „Der Tod von Fritz Pleitgen ist für uns alle im WDR eine sehr traurige Nachricht", sagt WDR-Intendant Tom Buhrow.

Fritz Pleitgen

Quelle: © WDR/Ben Knabe

"In unseren Herzen sind die Flaggen auf Halbmast. Ein großer Kapitän verlässt nun die Bühne des Lebens", erklärte Buhrow. Pleitgen habe den WDR geprägt wie kaum ein anderer. "Fritz Pleitgen stand für Mut und Fairness, und er liebte seinen WDR. Seine Ausstrahlung geht aber weit über diesen Sender hinaus. Er stand sein ganzes Leben lang für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und seine Rolle in der Gesellschaft. Als Intendant und hochangesehener Rundfunkmanager, Korrespondent und politischer Journalist hat er den Westdeutschen Rundfunk über viele Jahrzehnte entscheidend geprägt und zum Erfolg geführt. Fritz Pleitgen war ein kluger Stratege, der sich dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk voll und ganz verpflichtet fühlte und sich energisch und leidenschaftlich für ihn einsetzte. Vorbild, Ratgeber, Mentor war er für viele, auch für mich. Wir haben ihm sehr viel zu verdanken. Ihm gebührt ein ganz besonderer Platz in der WDR-Geschichte“, betont Buhrow.

Am 21. März 1938 wurde Fritz Pleitgen in Duisburg geboren. Schon mit 14 Jahren begann er als freier Mitarbeiter für die „Freie Presse“ in Bielefeld zu schreiben, wo er auch sein Volontariat absolvierte. 1963 folgte der Wechsel zum WDR als Reporter für die „Tagesschau“. Einen Namen machte sich Pleitgen ab 1970 als Korrespondent des ARD-Studios in Moskau. Mitten im Kalten Krieg führte er als erster westlicher Journalist ein Interview mit dem damaligen Generalsekretär der KPdSU Leonid Breschnew. Es folgte 1977 eine Station als DDR-Korrespondent in Ost-Berlin und ab 1982 als ARD-Studioleiter in Washington und New York.

1988 ging Fritz Pleitgen zurück ins heimische Nordrhein-Westfalen, wo er in Köln die Fernseh-Chefredaktion übernahm und 1994 die Direktion des WDR-Hörfunks. Nur ein Jahr später, 1995, wählte ihn der Rundfunkrat zum Intendanten des Westdeutschen Rundfunks. Unter dem Motto "Durch Qualität zur Quote" förderte Pleitgen die Produktion nicht nur von Reportagen, Dokumentationen, sondern auch von relevanten Fernsehfilmen. Er profilierte die Regionalprogramme des Senders, stieß die Gründung des Ereignis- und Dokumentationskanals Phoenix an, hob den Jugendsender 1LIVE aus der Taufe, initiierte das Internationale WDR Europaforum und bereitete schon früh den Weg für die digitale Zukunft des WDR. Von 2006 bis 2008 übernahm er den Vorsitz der Europäischen Rundfunkunion, EBU.

Auch nach seinem Abschied vom WDR im Jahr 2007 kehrte Pleitgen weder seiner Heimat noch dem Arbeitsleben den Rücken zu: Von 2007 bis 2010 war er Vorsitzender der Geschäftsführung der Initiative RUHR.2010. Hier verantwortete er das Programm rund um die europäische Kulturhauptstadt, zu der das Ruhrgebiet 2010 erklärt wurde. Für sein Engagement als Präsident der Deutschen Krebshilfe (2011 bis 2021) erhielt er 2012 das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Auch als Buchautor hat er sich immer wieder und bis kurz vor seinem Tod einen Namen gemacht. 2019 erschien „Frieden oder Krieg – Russland und der Westen – Eine Annäherung“, das er gemeinsam mit Michail Schischkin verfasst hat. Im Frühjahr 2021 konnte er noch sein letztes Buch mit dem Titel „Eine unmögliche Geschichte – Als Politik und Bürger Berge versetzten“ über die Zeit des Kalten Krieges, die deutsche Teilung in Ost und West und den langen Weg zur Deutschen Einheit vollenden, was ihm sehr wichtig war. Darin unzählige Erinnerungen von Fritz Pleitgen auch an seine Zeit als Reporter und Korrespondent in Moskau, Ost-Berlin, Washington und New York, in der er die genannten Meilensteine der Weltpolitik begleitet hat. Im WDR-Podcast „Fritz Pleitgen – Sein Leben“, der Ende 2021 veröffentlicht wurde, erzählt Fritz Pleitgen im Gespräch mit Jochen Rausch sehr beeindruckend über seinen Berufs- und Lebensweg.

www.wdr.de

 

 

 

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