MediaTech Hub Conference 22 mit 30 Sessions zu digitalen Medien

Fokus auf Web3, Blockchain, Cybersecurity, Synthetic Media, Green Streaming und nachhaltige Filmproduktion

Mit 30 Sessions und mit mehr als 50 Referentinnen und Referenten ist die MediaTech Hub Conference 22 im Studio Babelsberg über die Bühne gegangen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Themen der digitalen Mediengesellschaft – von Web3 und Blockchain über Metaverse und Synthetic Media bis Streaming und Green Production. Abseits der Bühnen lud das Rahmenprogramm zum Netzwerken und Erkunden des Standorts ein. Die Babelsberg Open Doors gewährten Einblicke hinter die Kulissen des Studios und im historischen Saal des Filmorchesters Babelsberg erlebte das Publikum ein exklusives Live-Konzert.

Quelle: Copyright: MediaTech Hub Conference

Wie können wir Medientechnologien nutzen, um unsere Gesellschaft nachhaltig zu gestalten? Mit dieser Frage eröffnete die MediaTech Hub Conference am 28. September. Die Begründerin des People-Centered Internet und Clean IT-Spezialistin Mei Lin Fung und der Blockchain-Experte sowie Gründer der Democracy Earth Foundation Santiago Siri diskutierten im brand eins Opening Talk mit Digitalstratege Holger Volland über die Chancen, die technologische Entwicklungen wie Blockchain und das Web3 bieten. „Wir erleben gerade Demokratie in der Krise, wir haben Krieg und Pandemie“, so Santiago Siri und erklärte weiter: „Das Web3 kann uns in der Bewältigung dieser Krisen helfen. Damit können wir uns besser koordinieren, über den Globus hinweg vernetzen und dezentral organisieren. Und als Gesellschaft insgesamt resilienter werden.“ Mei Lin Fung betonte den genossenschaftlichen Ansatz des Web3 und prophezeite ein Aufkommen neuer digitaler Gemeinschaften und Kooperativen. „Wir müssen darüber nachdenken, wie unsere Zukunft aussehen soll und die neuen Technologien verantwortungsvoll nutzen, um unseren Planeten zu retten. Gemeinsam können wir das Unmögliche möglich machen“, verdeutlichte Mei Lin Fung.

Das Thema Nachhaltigkeit stand auch in den folgenden Programmpunkten im Fokus: Vertreter:innen von u.a. Netflix, Paramount+, UFA, Bavaria Film und der British Film Commission sprachen über die notwendige Dekarbonisierung der Filmproduktion und Lösungen für ein umweltschonendes Streaming. Katja Bäuerle, Gründungsmitglied des UFA Green Teams, stellte klar: „In der Zukunft muss Green Production so selbstverständlich sein wie Arbeitsschutz, aber wir brauchen auch Zeit, um umzulernen und uns anzupassen.“ Der Film der Zukunft soll klimaneutral werden. Bis dahin gibt es noch viel zu tun, unterstrich auch Wolf Osthaus von Netflix: „Als Streaminganbieter versuchen wir, die Inhalte so nah wie möglich an unsere Kunden zu bringen – um die Distanz der Datenübertragung und Spitzenlastzeiten zu reduzieren. Aber auch wir stehen noch am Anfang.“ Dass Nachhaltigkeit ganzheitlich verstanden werden muss und über Umweltschutz hinausgeht, betonte Seneit Debese in der Session „How FilmTech Boosts the Social Agenda for Inclusivity“. Die Gründerin der App Greta, die Blinden und Gehörlosen den Kinobesuch ermöglicht, forderte die Filmbranche auf: „Wenn euch das Publikum wirklich am Herzen liegt, dann macht eure Inhalte für alle zugänglich!“

Neben dem Thema Nachhaltigkeit wurde auf der MediaTech Hub Conference 22 auch das Metaverse intensiv diskutiert. Filmproduzent John Canning sagte in seiner Keynote, dass er mittlerweile nur noch vom „M-Wort“ spreche, da es so schlechtgeredet werde. Dabei sieht er im Metaverse großes Potential für Filmschaffende, besonders mit Blick auf die Infrastruktur und den geschäftlichen Bereich. Der Einfluss des Metaverse darf nicht unterschätzt werden, stellte auch die Zukunftsforscherin Sofie Hvitved fest: „Das Metaverse ist nicht einfach ein Modewort. Es geschieht wirklich, also sollten Sie sich und Ihr Publikum besser informieren. Und es ist auch nicht nur Unterhaltung, es wird Teil Ihres Lebens werden.“

Einen Paradigmenwechsel unserer Mediengesellschaft prophezeite Deepfake-Experte Henry Ajder. In seiner Keynote sprach er über das neue Synthetische Paradigma: „Synthetische Inhalte, also durch Künstliche Intelligenz erzeugter Content, gibt es schon eine Weile, aber neu ist ihre Zugänglichkeit, ihr Realismus und ihre Effizienz.“ Besonders für den Journalismus bedeutet das eine Herausforderung, wie Sam Gregory von WITNESS.org analysierte. Im Talk „It’s Fake Till You Check It“ zeigte er auf, wie Medienschaffende neueste Deep Learning Technologien im Kampf gegen Deepfakes und Desinformation verwenden können. Dass wir KI und synthetische Medien auch zu unserem Vorteil nutzen können, machte die Session „Makers Share Their Secrets“ deutlich. Vertreter:innen von Shutterstock, BotTalk, Infinite Album und Respeecher präsentierten hier Best Practices, wie man mithilfe von KI digitale Inhalte kostengünstig, schnell und skalierbar produzieren kann.

Alle Inhalte der Live-Veranstaltung sind noch bis zum 30. Oktober über die digitale Konferenzplattform verfügbar. Teilnehmer:innen können also noch tiefer ins Programm eintauchen, verpasste Sessions nachholen und über die Plattform weiter netzwerken.

www.mth-conference.de

 

 

 

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