Unabhängige Studie bestätigt Position der europäischen Broadcast-Industrie

Bewahrung des Spektrums ist von zentraler Bedeutung für einen freien und universellen Rundfunkempfang in Europa

Bewahrung des Spektrums ist von zentraler Bedeutung für einen freien und universellen Rundfunkempfang in Europa

Eine Studie zur zukünftigen Nutzung des Funkspektrums kommt zu dem Ergebnis, dass die ertragreichste Verwertung der endlichen Ressource, die wesentlich für den freien Empfang von TV-Inhalten ist, in den nächsten 15 Jahren und darüber hinaus durch die Anwendung der DVB-T-Technologie zu erwarten ist. Die Untersuchung des UHF-Frequenzbandes durch das technische Beratungsunternehmen Aetha Consulting wurde von den führenden Industrieverbänden in Auftrag gegeben, darunter die Öffnet externen Link in neuem FensterEuropean Broadcasting Union (EBU), Broadcast Networks Europe (BNE), Abertis Telecom, Arqiva, die BBC und TDF.

Das UHF-Band (470–862 MHz) spielt bei der Übertragung von Rundfunkdiensten eine zentrale Rolle und ist der einzige Frequenzbereich, der für die TV-Übertragung nutzbar ist. Teile des UHF-Bandes wurden bereits für die mobile Nutzung geöffnet und die Mobilfunkbetreiber drängen mit zunehmendem Druck auf die Öffnung des 700-MHz-Bandes. Die Analyse von Aetha zeigt, dass der Wert des UHF-Spektrums um den Faktor 4:1 größer für DVB- als für Mobilfunkanbieter ist – selbst wenn man die aggressivste Vorhersage bezüglich des wachsenden mobilen Verkehrs zugrunde legt.

Der Bericht schließt mit der Feststellung, dass es keinen Grund für eine geteilte Primärzuweisung auf der anstehenden World Radiocommunications Conference (WRC-15) gibt, wo die Regulierungsbehörden die Vollzugsordnung für den Funkdienst, die die internationale Nutzung des Funkfrequenzspektrums regelt, überprüfen und wenn nötig überarbeiten werden. Aetha argumentiert, das der Verlust jeglicher UHF-Frequenzen die Qualität der Fernsehdienste in Europa gefährden und zukünftige Investitionen der DVB-Betreiber unterminieren würde.

Laut Simon Fell (Technischer Direktor der EBU) unterstreicht die Studie den enormen wirtschaftlichen Wert, den die DVB-Plattform den Zuschauern in ganz Europa bietet, sowie die entscheidende Funktion, die das UHF-Band in Bezug auf Übertragung von audiovisuellem Content hat.

„Im Gegensatz dazu,” so Fell weiter, „kann selbst die optimistischste Vorhersage des mobilen Verkehrs den Anspruch auf mehr UHF-Spektrum für mobile Netzwerke nicht mehr rechtfertigen. Wir begrüßen den Bericht und fordern die europäischen Behörden dazu auf, zu derselben Schlussfolgerung zu kommen, damit sichergestellt ist, dass Europäer weiterhin einen universellen und freien Zugang zu einem breiten Spektrum an TV- und Radioprogrammen und -Inhalten sowie anderen „Over-the-Air“-Dienste haben.“

Die Studie von Aetha steht Öffnet externen Link in neuem Fensterhier zum Download zur Verfügung.