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ARRI auf der ISE 2020

Für Diskussionen rund um Themen wie IP-Vernetzung, Workflowkonzepte und MXF Live steht ARRI als global aufgestellter Experte für Licht- und IP-Workflows auf der ISE 2020 in Amsterdam Rede und Antwort.

ARRI gilt als Marktführer bei professionellen Kamera- und Lichtsystemen im Bereich Film und Fernsehen. Seit Jahrzehnten setzt ARRI Innovationsstandards in der Medienindustrie. In Anerkennung dieser Leistungen prämierte die Academy of Motion Picture Arts and Sciences ARRI mit bisher 19 wissenschaftlichen und technischen Oscars. Was liegt also näher, in einer nächsten Generation, Kamera und Licht als ein System, die Herstellung von Inhalten als ein „Set of Things“ zu betrachten? Ein „Set of Things“, das - wie das Internet of Things, - physische und virtuelle Gegenstände bei der Aufnahme von Bildern miteinander vernetzt und mittels IP zusammenarbeiten lässt.

Neue Workflowkonzepte – MXF Live in der Praxis

ARRI zeigt auf der ISE einen MXF-Live-Workflow in der Praxis, bestehend aus einem MXF-Kamera-Livestream und aus MXF-Live-Metadaten, generiert von einem Trackingsystem der Firma Trackman und Metadaten von LED-Scheinwerfern. Ein MXF-Live-Receiver von nablet übernimmt Visualisierung, Stream Multiplex und Recording sowie in Verbindung mit einem Plugin für den AVID Media Composer Live den Ingest in die Timeline.

MXF Live ist uneingeschränkt echtzeitfähig und bietet übergreifende Datenkonsistenz für File und Stream. Anwendungsbreite und Nutzungspotential gehen über bestehende IP-Produktionsformate deutlich hinaus . - Koexistenz ist möglich. Die universelle MXF-KLV-Struktur (Key, Length, Value) macht MXF eigenständig und bindet alle relevanten Metainformationen im Stream. Externe Mechanismen zur Beschreibung können hierbei entfallen.

MXF Live ermöglicht in gänzlich neuer Qualität die Generierung von Metadaten für effizientere Workflows in der szenischen Produktion und für alle Multi-Layer- wie Augmented Reality, in denen Liveszenen und virtuelle 3D-Szenen genutzt und überlagert werden. Das „Set of Things“ wird somit Realität.   

MXF Live bei einer Live-Demonstration während des ARRI International Broadcast Day
Quelle: ARRI

Wandel in der professionellen Lichtsteuerung – IP-basierte Lichtnetzwerke

Wenn über Technologien und Workflows in der Broadcast- und Medientechnik gesprochen wird, geht es meist zu allererst um Bild, Ton und / oder die Sendetechnik im Allgemeinen. „Licht“ ist meist nicht im Fokus.
Das ändert sich gerade. Eine einheitlich IP-basierte Kommunikationsinfrastruktur für alle hat viele Vorteile. Wird heute über IP-basierte Lichtnetzwerke gesprochen, dann ist meist „nur“ eine Kombination von IP und DMX gemeint. Lichtstellpulte, das Backup-Pult, die Kommunikation zwischen den Studios, sind via IP-Infrastruktur vernetzt.

Für die letzten Meter bis zu den Scheinwerfern ist DMX als Netzwerkprotokoll aber weiterhin die Referenz. Die Vorteile, die ein vollständig IP-basierter Workflow für die Broadcast- und Medientechnik bietet, lässt sich allerdings erst vollumfänglich ausschöpfen, wenn alle Systeme auf IP basieren.
Das Netzwerk verändert sich vom reinen DMX-Netzwerk,- erweitert um vereinzelte IP-Schnittstellen, - über IP-Netze mit einzelnen Nodes für Leuchten ohne IP-Schnittstelle bis hin zu einer reinen IP-Vernetzung bis zu den Leuchten.

Aktuell stehen bereits Scheinwerfer mit IP-Schnittstelle wie das ARRI SkyPanel und der ARRI Orbiter zur Verfügung. Damit verschieben sich aber auch die Anforderungen an die Spezifikation der Komponenten in einem Lichtnetzwerk. Anstelle von Nodes als Übersetzer zwischen IP und DMX werden Netzwerkprozessoren für Signalberechnungen auf der IP-Ebene eingesetzt. Lichtstellpulte werden virtualisiert und in die Broadcastautomation eingebunden. Die Leuchten können dann wie alle Netzwerkkomponenten zentral administriert und überwacht werden.

Der Wandel hat auch im Lichtnetzwerk längst begonnen.

Das Netzwerk verändert sich hin zu einer reinen IP-Vernetzung bis zu den Leuchten.
Quelle: ARRI

ARRI System Group – Innovative Lichtlösungen und professionelle Systemintegration

ARRIs Kompetenzbereiche für professionelle Kamerasysteme, Beleuchtung, Postproduktion und Rental stehen für ein tiefes Verständnis der Beziehungen zwischen einzelnen Schritten eines gesamten Workflows, so zusagen von „Glas zu Glas“ in einer Broadcast-&-Media-Umgebung. Diese fachübergreifende Kompetenz ist in der ARRI System Group als Geschäftsbereich innerhalb von ARRI gebündelt. Ihr Wissen über modernes Studiodesign hat die Eigenschaften der neuen ARRI-LED-Lighting-Serie beeinflusst, während Erfahrungen in der Kameratechnik wiederum auf die Beleuchtungsdesigns und Workflows wirken.

Das Leistungsspektrum des Teams der ARRI System Group gliedert sich in Beratung, Konzeption, 3D-Visualisierung, Projektierung, Integrationsmanagement, Schulung und After Sales Care. Das Team bietet innovative Lösungen, zugeschnitten auf die Bedürfnisse und Infrastruktur ihrer Kunden im Bereich von Medienanwendungen in einem Studio oder Raum.
So plant und installiert das Team weltweit jedes Jahr zahlreiche Studios und berät Kunden bei ihren Ideen und Vorhaben. Mit Unterstützung der ARRI System Group wurden beispielsweise die Al Araby Park Royal Studios in London, das 31 TV Almaty Studio in Kasachstan oder auch das Volumetric-Capture-Studio Volucap in Potsdam-Babelsberg realisiert.

Auf dem Stand N 150 Halle 10 zeigt die ARRI System Group Konzepte IP- basierter lichttechnischer Lösungen unter Integration in eine heutige moderne Broadcast- und Mediainfrastruktur. Diskutiert werden Wechselbeziehungen in der Akquisition zwischen höherer räumlicher Auflösung, bedingt durch neue Produktionsformate (BT 709, DCI-P3 oder BT 2020), und Licht.

Und es wird deutlich, welche Möglichkeiten sich bei einer 100-prozentigen Integration von IP eröffnen, um effizientere und / oder neue Workflows durch interdisziplinäre Bedienkonzepte, Inter-Studio- und Inter-Raum-Vernetzungen, Redundanzlösungen, Virtualisierungen und die Integration in eine vorhandene Workflowautomation etc. zu erreichen.

Ein Beispielprojekt der ARRI System Group - das Al Araby Studio in London.
Quelle: ARRI